Die Österreicherin Christine Scheyer jubelt nach ihrem Sieg bei der Abfahrt. Foto: Robert Jaeger
Die Österreicherin Christine Scheyer jubelt nach ihrem Sieg bei der Abfahrt. Foto: Robert Jaeger

Die Österreicherin Christine Scheyer jubelt nach ihrem Sieg bei der Abfahrt. Foto: Robert Jaeger

Viktoria Rebensburg scheidet bei der Abfahrt nach einem Fehler früh aus. Foto: Robert Jaeger

dpa, Bild 1 von 2

Die Österreicherin Christine Scheyer jubelt nach ihrem Sieg bei der Abfahrt. Foto: Robert Jaeger

Altenmarkt-Zauchensee (dpa) - Eine junge Österreicherin hat US-Skistar Lindsey Vonn bei deren Comeback ein wenig die Show gestohlen. Die 22 Jahre alte Christine Scheyer raste bei der Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee völlig überraschend zu ihrem ersten Weltcup-Sieg.

Dafür bekam sie auch von der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin aus den USA eine Umarmung und Glückwünsche. Vonn stand 322 Tage nach ihrem bislang letzten Weltcup-Rennen wieder am Start. «Wenn einem Lindsey Vonn, die über 70 Weltcup-Siege hat, gratuliert - das ist schon cool», sagte Scheyer und meinte zu ihrem Sieg mit 0,39 Sekunden Vorsprung vor Tina Weirather aus Liechtensteine: «Das ist unbeschreiblich, das hätte ich nie gedacht.»

Viktoria Rebensburg rutschte nach guter erster Zwischenzeit weg und schied drei Wochen vor der WM früh aus. «Saudummer Fehler. Sowas passiert im Riesenslalom und Slalom öfter, in der Abfahrt sehr selten. Da war eine leichte Welle und ich bin über den Innenski weggerutscht», berichtete Rebensburg nach ihrem Kurzeinsatz bei der am Samstag wegen starken Schneefalls noch abgesagten Abfahrt.

Vonns Comeback auf einer Weltcup-Strecke hatte sich deswegen tagelang verzögert, keine der ursprünglich angesetzten Trainingseinheiten fand statt. Erst wenige Stunden dem Rennen absolvierten die Sportlerinnen die zwingend notwendige Übungsfahrt. Da war Rang 13 mit 1,54 Sekunden Rückstand auf die Spitze nicht das Wunschresultat von Vonn. Sie hatte angekündigt um den Sieg fahren zu wollen. Doch unzufrieden war sie dennoch nicht.

«Ich weiß, was ich besser machen kann. Das war ein guter Start», sagte Vonn, die sich auch über den überraschenden dritten Platz von Teamkollegin Jacqueline Wiles freuen konnte. Im Februar 2016 hatte Vonn ihr bislang letztes Weltcup-Rennen bestritten. Danach machten ihr eine Verletzung am Schienbeinkopf und zuletzt ein gebrochener Oberarm zu schaffen. «Jetzt habe ich genug Zeit. Drei Wochen vor den Weltmeisterschaften, das ist genug Vorbereitung», kündigte sie an.

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