Podestplätze
Nur beim Öffnen der Flasche gab es Probleme: Felix Neureuther (l-r), Marcel Hirscher und Ivica Kostelic. Foto: Antonio Bat

Nur beim Öffnen der Flasche gab es Probleme: Felix Neureuther (l-r), Marcel Hirscher und Ivica Kostelic. Foto: Antonio Bat

dpa

Nur beim Öffnen der Flasche gab es Probleme: Felix Neureuther (l-r), Marcel Hirscher und Ivica Kostelic. Foto: Antonio Bat

Zagreb (dpa) - Dritter, Vierter und nun Zweiter - bei Felix Neureuther ist der Erfolgsschwung mit neu gewonnener Sicherheit endgültig zurück. Der Partenkirchener kann derzeit hingegen höchstens von einer Schampusflasche aufgehalten werden.

Immer wieder versuchte Neureuther bei der Ehrung für Slalom-Platz zwei in Zagreb das Exemplar von Sieger Marcel Hirscher zu öffnen, drehte, schüttelte, drückte - vergeblich. «Der Marcel hat's auch schon nicht aufgebracht. Das war ein zähes Ding, die Flasche wird mir in Erinnerung bleiben», scherzte der 27-Jährige, der nach seinem zweiten Podestplatz der Saison zum Auftakt des Torlauf-Monats Januar weitere Feiern anpeilt. «Ich mag nicht sagen, dass es selbstverständlich ist, ganz vorne reinzufahren. Aber man leckt von Rennen zu Rennen umso mehr Blut.»

Nach den Plätzen drei und vier zum Jahresabschluss fehlten dem Partenkirchener nur 0,27 Sekunden auf Hirscher zu seinem dritten Weltcup-Erfolg. «Der Fehler im Mittelteil war ein großer, da hab ich definitiv einen Sieg verschenkt», ärgerte er sich nur kurz und blickte zuversichtlich auf die anstehenden vier Torläufe binnen 16 Tagen: «Ich will dieses Jahr wirklich ein Rennen gewinnen. Welches - ich weiß nicht.»

Einen Null-Punkte-Auftritt musste der früher stets am Rande des Aus fahrende Neureuther diesen Winter in seiner Parade-Disziplin noch nicht hinnehmen. Nach dem Materialwechsel im Sommer verzeiht sein Fahrstil inzwischen auch kleinere Patzer. «Er hat sich heuer bei den Problemsituationen extrem gut entwickelt», lobte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, «die Art, wie er Ski fährt, macht wirklich Spaß zuzuschauen. Er steht viel stabiler, sicherer auf dem Ski. Da hat man gesehen, dass er das braucht, um voll Attacke fahren zu können.»

Bei brüchiger Piste ging auch Fritz Dopfer im Finale absolutes Risiko, erreichte aber nach starker Zwischenzeit mit Kurs auf sein bestes Torlaufresultat nicht das Ziel. «Das wollen wir vom Fritz sehen, dass er Gas gibt», sagte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel vor Dopfers nächstem Auftritt im Riesenslalom am Samstag, «mit kontrollierten Fahrten ist nichts zu gewinnen, dann muss er halt mal ausscheiden.»

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