Slalom-Experte
Felix Neureuther im Stangenwald.

Felix Neureuther im Stangenwald.

dpa

Felix Neureuther im Stangenwald.

Zagreb/Altenmarkt-Zauchensee (dpa) - Chance zur Revanche für die deutschen Alpinen: Felix Neureuther hakte den Slalom von Zagreb schnell ab und blickt angriffslustig nach vorn, Maria Riesch will nach der jüngsten Abfahrts-Schlappe wieder in die Erfolgsspur rasen. Bei den Weltcup-Rennen in Adelboden (Herren) und Altenmarkt- Zauchensee (Damen) nimmt der Deutsche Skiverband wieder Podestplätze in Angriff. Daran änderte auch Rang 16 von Neureuther am Donnerstagabend im Flutlicht beim Sieg des Schwedens Andre Myhrer nichts. «Vom Selbstvertrauen war das Rennen trotzdem gut. Ich weiß, ich bin gut drauf und lass' mich nicht rausbringen», betonte der zweimalige Weltcup-Sieger Neureuther, der im WM-Winter noch ohne «Stockerl» ist. «Ich habe mich heute nicht so gut bewegt, das werde ich am Sonntag mit Sicherheit besser machen.» Positiv gestimmt reiste er nach Adelboden - neben Garmisch der einzige Ort, auf dem er schon zweimal auf dem Podest stand. Einen Monat vor dem Auftakt der Heim-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen ist Platz vier von Neureuther beim Parallel-Slalom in München das beste Resultat. Allerdings beginnt der Slalom- Winter auch jetzt erst richtig mit Torläufen in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming, in denen genug Zeit für den WM-Schliff bleibt. Neureuther sei nach wie vor ein Kandidat für Podestplätze, betonten Alpindirektor Wolfgang Maier und Herren-Chefcoach Karlheinz Waibel unisono bei der nächtlichen gemeinsamen Rückfahrt aus der kroatischen Hauptstadt. Bei Riesch gibt es da sowieso keine Zweifel - obwohl die 26- Jährige in Altenmarkt-Zauchensee nach ihrem 18. Platz im ersten Abfahrtstraining beim Abschlusstest am Tor vorbei fuhr und ausschied. Nach den beiden Siegen in den ersten Saison-Schussfahrten ändert auch Rang 24 von der Abfahrt in Val d'Isère nichts an den hohen Zielen der im Gesamtweltcup führenden Doppel-Olympiasiegerin. «Maria Riesch hat in den bisherigen Speed-Rennen ihre Klasse bewiesen, sie ist eine Kandidatin für das Podest», sagte Damen-Chefcoach Thomas Stauffer. Zudem reiste Riesch, deren Dauerrivalin Lindsey Vonn aus den USA am Freitag die überlegene Bestzeit fuhr, mit dem Selbstvertrauen von Platz zwei in Zagreb, dem 50. Weltcup-Podestplatz der Karriere, nach Österreich. Dort steht neben Abfahrt und Super-G in Zauchensee noch ein Nachtslalom am Dienstag in Flachau an. Dagegen ging es für die Herren ohne das erhoffte Erfolgserlebnis zu Riesenslalom und Slalom nach Adelboden. «Es gibt halt Rennen, die sind eben nicht optimal», meinte Maier. Die schlechter werdende Piste, der der Föhnsturm von Stunde zu Stunde mehr zusetzte, tat ihr Übriges hinzu - und spülte auch den Schweden Mattias Hargin von 30 auf 3 nach vorn: Rekord. Die bisherige Bestmarke hielt seit dem Torlauf von Adelboden 2007 der Schweizer Marc Berthod mit 26 Plätzen (27 auf 1). Für die 25 000 Zuschauern beim mit 120 000 Euro dotierten Rennen - nur in Kitzbühel gibt es mehr - feierte Myhrer seinen zweiten Sieg im Weltcup; und vermasselte den Kroaten ihre Heim-Party. Denn sie hatten versucht, aus Leibeskräften ihren «Helden» Ivica Kostelic an die Spitze zu schreien. Für ihn blieb zum dritten Mal Platz zwei auf dem heimischen Bärenberg.

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