Abschied
Michael Walchhofer verabschiedete sich von der WM-Bühne.

Michael Walchhofer verabschiedete sich von der WM-Bühne.

dpa

Michael Walchhofer verabschiedete sich von der WM-Bühne.

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Der letzte Auftritt auf der großen Bühne endete für Michael Walchhofer mit einer besonderen Ovation. Zwar hatte der Österreicher die Medaillenränge in der Abfahrt verpasst, doch nach seiner WM-Abschiedsvorstellung erhoben sich die 10 000 Zuschauer in der Arena.

«Das war der Hammer, das ehrt einen schon sehr», meinte der 35-Jährige. Die großen Emotionen aufgrund seiner sportlichen Leistung wollten sich nach seinem siebten Platz jedoch nicht einstellen. «Es ist nicht so extrem schmerzhaft, aber es hätte schon schöner sein können.»

Der Abfahrtsweltmeister von 2003 (letztes ÖSV-Gold in der Schussfahrt) beendet als letzter Vertreter der großen Austria- Abfahrergeneration um Hermann Maier oder Stephan Eberharter zum Saisonfinale seine Laufbahn. Walchhofer hatte bei der WM 2009 erneut einen großen Auftritt, als er nach einem falschen Startsignal die Abfahrt zweimal in Angriff nahm. Maier wollte dem «Konditionsschwein» (Marco Büchel) deshalb die «Diamantmedaille» verleihen.

Dass ihn trotz verpassten Edelmetalls auf den letzten Metern der Karriere Wehmut überkommen wird, verneint der hochgewachsene Rennfahrer. Die Stürze der Kollegen haben ihn nachdenklich gemacht. «Mittlerweile bin ich immer froher, dass ich heil unten bin.»

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