Andreas Sander kam im schweizerischen Wengen nicht unter die besten 35. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Andreas Sander kam im schweizerischen Wengen nicht unter die besten 35. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Andreas Sander kam im schweizerischen Wengen nicht unter die besten 35. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

dpa

Andreas Sander kam im schweizerischen Wengen nicht unter die besten 35. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Wengen (dpa) - Mit einem Traumslalom hat der kroatische Gesamtweltcupsieger Ivica Kostelic im schweizerischen Wengen eindrucksvoll seinen Ruf als Kombi-König bestätigt.

Nach der Abfahrt lag der 32-Jährige auf Rang 23 mit fast drei Sekunden zurück, aber im Torlauf sicherte er sich doch noch den fünften Erfolg aus den vergangenen sechs Kombinationen im Weltcup. «Ich hatte keine Illusionen mehr», meinte Kostelic über seine schier aussichtslose Ausgangslage, «ich sage es nicht oft, aber das war heute vielleicht ein perfekter Slalom. Viel besser kann ich nicht fahren.» Speedspezialist Andreas Sander offenbarte vor allem bei seiner Torlauffahrt noch Schwächen und blieb als 36. ohne Punkte.

Nachdem Kostelic von seinem fünftplatzierten Landsmann Natko Zrncic-Dim geherzt worden war, huldigte auch Beat Feuz im Ziel dem Kombi-Dominator. Der Schweizer verlor als Führender nach der Abfahrt seinen kompletten Vorsprung von 2,96 Sekunden. «Gegen einen Kostelic ist das nichts», bekannte Feuz. Er sicherte sich vor dem Amerikaner Bode Miller zumindest noch den zweiten Platz.

Er wäre auch mit einem Podestplatz «sehr zufrieden» gewesen, meinte Gesamtweltcupsieger Kostelic. «Bei der Fahrt von Beat habe ich bis zum Ziel nicht geglaubt, dass es für den Sieg reicht», sagte der Kroate nach dem Erfolg in der viel diskutierten und vor dem Aus stehenden Disziplin. Seit 2005 wird sie im Weltcup ausgefahren.

Mit seinem insgesamt 31. Weltcup-Erfolg und dem dritten Saisonsieg meldete Kostelic in überragender Manier seine Ansprüche auf eine erfolgreiche Verteidigung der Großen Kugel an. In der Gesamtwertung liegt der WM-Zweite der Super-Kombi nun 130 Punkte hinter dem Österreicher Marcel Hirscher, der als reiner Technikfahrer wie angekündigt auf einen Einsatz in Wengen verzichtete.

Nach überstandenem Magen-Darm-Virus nahm Sander erstmals im Weltcup die berüchtigte, leicht verkürzte Lauberhorn-Piste in Angriff und verpasste in der Abfahrt die besten 30 nur um 0,24 Sekunden. Deshalb musste er mit der ungünstigen Startnummer 31 in den Slalom starten und verlor weitere fünf Plätze. Neben dem Ennepetaler wollen sich am Samstag in der Abfahrt auch seine Teamkollegen Stephan Keppler und Tobias Stechert beweisen. Zum Abschluss des Wochenendes steht am Sonntag ein Slalom auf dem Programm. «Ich fühle mich derzeit gut in Form und hoffe, das beim Klassiker in Wengen zeigen zu können», kündigte der zuletzt überzeugende Felix Neureuther an.

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