Kitzbühel (dpa) - Seit dem ersten Rennen am Hahnenkamm vor 80 Jahren haben sich die Wettkämpfe in Tirol zu einem wahren Ski-Mythos entwickelt. Aus dem 1931 gefahrenen «Bauernrennen» wurde im alpinen Weltcup das, was für die Tennis-Spieler Wimbledon oder für die Formel-1-Fahrer Monte Carlo ist.

Die 71. Auflage ist kurz vor der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen auch eine wichtige Etappe zur Vorbereitung auf die Titelkämpfe. Das Spektakel auf der berühmt-berüchtigten Streif hat in der Vergangenheit immer wieder auch wegen der vielen Stürze für Schlagzeilen gesorgt. Am 20. Januar erwischte es Hans Grugger: Der Österreicher verlor beim Training für die Weltcup-Abfahrt in der berüchtigten Mausefalle die Kontrolle und schlug mit dem Kopf auf der eisharten Piste auf. Der 29-Jährige erlitt nach erster Diagnose ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Verletzung am Brustkorb.

Die Streif gilt als besonders spektakulär und gefährlich. Tempo- Spitzen von fast 140 Stundenkilometern sorgen bei allen für Adrenalin-Schübe. In der Mausefalle weist die steilste Stelle ein Gefälle von 85 Prozent auf. Sprünge können bis zu 80 Meter weit gehen. Der Sprung im Training sei am Limit gewesen, meinte der Schweizer Tobias Grünenfelder.

Die Sport-Show, bei der es 550 000 Euro und damit mehr als sonst wo im Weltcup zu verdienen gibt, lockt auch jede Menge Prominenz an. Stars und Sternchen wollen sich sehen lassen, die «Snow-Society» feiert Jahr für Jahr rauschende Partys - auch wenn Arnold Schwarzenegger diesmal doch nicht wie erhofft kommen wird.

Letzter deutscher Sieger im Slalom war Felix Neureuther, der im vergangenen Jahr auf dem Ganslernhang seinen ersten Sieg im Weltcup feierte. Letzter deutscher Gewinner der Abfahrt war Sepp Ferstl, der 1979 seinen Erfolg von 1978 wiederholte. Höhepunkt der Hahnenkammrennen ist traditionell die Abfahrt am Samstag.

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