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Stephan Keppler ist beim Training auf der Streif gut unterwegs: Trainings-Achter. Foto: Hans Klaus Techt

Stephan Keppler ist beim Training auf der Streif gut unterwegs: Trainings-Achter. Foto: Hans Klaus Techt

dpa

Stephan Keppler ist beim Training auf der Streif gut unterwegs: Trainings-Achter. Foto: Hans Klaus Techt

Kitzbühel (dpa) - Skirennfahrer Stephan Keppler hat mit einem starken Abfahrtstraining Hoffnungen auf das erste deutsche Top-Ten-Resultat seit 16 Jahren in Kitzbühel geweckt.

Der 28-Jährige erreichte bei der zweiten Weltcup-Testfahrt auf der berüchtigten Streif den achten Rang und blieb 1,09 Sekunden hinter dem Schnellsten Didier Cuche. Der Schweizer schob sich endgültig in die Favoritenrolle für seinen fünften Schussfahrtsieg beim Hahnenkamm-Rennen am Samstag. Damit würde der 37-Jährige sich an der österreichische Ski-Legende Franz Klammer vorbeischieben, der ebenfalls viermal die Königsdisziplin in Kitzbühel gewonnen hat.

Für Keppler ist ein Platz unter den besten Zehn das Ziel. «Die Zehn sind hier drin. Wenn ich die Kurven richtig erwische, ist das auf jeden Fall machbar», meinte der einmalige Weltcup-Podestfahrer. Als bislang letzter Starter des Deutschen Skiverbands erreichte Stefan Krauß 1995 den neunten Abfahrtsrang. «Ich kann mich nicht dran erinnern, dass es schon einmal so schön zu fahren war. Der Belag ist schön griffig und nicht eisig», sagte Keppler.

Auch die zwei weiteren deutschen Starter hatten mit der Piste keine großen Probleme. Andreas Sander kam auf den 24. Platz. 46. wurde Josef Ferstl, dessen Vater Sepp 1979 den bislang letzten deutschen Abfahrtssieg in Kitzbühel feierte. «Es war zum Teil ganz gut, aber optimal war es auch noch nicht. Ein paar Passagen habe ich noch verhauen», meinte der 23 Jahre alte Streif-Debütant.

Die Traverse nach dem Hausbergsprung bereite gleich mehreren Athleten Schwierigkeiten. Der kroatische Gesamtweltcupsieger Ivica Kostelic zog sich bei seinem Sturz wie Johannes Kröll aus Österreich nach erstem Augenschein aber keine gravierenden Verletzungen zu. Der österreichische Vorläufer Michael Baumann erlitt eine Knieluxation. Ob es am Donnerstag ein drittes Training geben wird, ist angesichts der Wetterprognosen fraglich. Einen Tag später steht zunächst ein Super-G auf dem Programm, zum Abschluss des Wochenendes findet am Sonntag ein Slalom statt.

In den anstehenden Technik-Rennen der Damen in Kranjska Gora will Maria Höfl-Riesch den Schwung von ihren zwei Speed-Podestplätzen in Cortina d'Ampezzo mitnehmen. «Ich versuche den Trend fortzusetzen», meinte die Doppel-Olympiasiegerin. Über einen Einsatz von der Ende Dezember in den Weltcup zurückgekehrten Kathrin Hölzl im Riesenslalom am Samstag wird nach deren Comeback Ende Dezember in Lienz kurzfristig entschieden werden. Auch der Torlauf am Sonntag wurde in den Nordwesten Sloweniens verlegt, weil es in Maribor derzeit an Schnee mangelt.

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