Der Tegernseer Michael Veith wird 1978 auf der Herrenabfahrtsstrecke (Kandahar) Vizeweltmeister.
Der Tegernseer Michael Veith wird 1978 auf der Herrenabfahrtsstrecke (Kandahar) Vizeweltmeister.

Der Tegernseer Michael Veith wird 1978 auf der Herrenabfahrtsstrecke (Kandahar) Vizeweltmeister.

dpa

Der Tegernseer Michael Veith wird 1978 auf der Herrenabfahrtsstrecke (Kandahar) Vizeweltmeister.

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Kandahar und Gudiberg - keine Alpin-Strecken in Deutschland bieten so viel Historie. Hier gab es Triumphe, aber auch tragische Momente. Für die WM wurden beide Areale mit Millionenaufwand umgestaltet. Die Zielräume der Entscheidungen liegen jetzt deutlich auseinander.

GUDIBERG: In Sichtweite der Olympiaschanze finden die beiden Slalom-Wettbewerbe und die Finals der Super-Kombinationen statt. Für knapp vier Millionen Euro wurde die Strecke im Ortsteil Partenkirchen modelliert, ein Zielhaus und ein Doppelsessellift gebaut. Dieser löst den betagten Schlepper ab, der vor allem bei der Präparierung der Lifttrasse stets viel Arbeit machte. Jeder Sieger der bisherigen Weltcuprennen, unter ihnen Felix und Vater Christian Neureuther, sowie alle Weltmeister von 2011 finden ihren Namen auf einem der neuen Sessel wieder.

Anders als bei den zurückliegenden Weltcups liegt der Zielbereich nicht im Skisprungstadion, sondern es wurde ein eigenes Zielstadion gebaut. Die selektive Strecke ist zudem nach oben hin verlängert worden. Auch nach der WM bleibt sie Spitzenathleten und dem Nachwuchs zum Training vorbehalten.

KANDAHAR: Ein anderes Gesicht erhielt die traditionsreiche Kandahar-Strecke, auf der seit 1954 Rennen gefahren werden. Die Herren starten auf einer größtenteils neu gebauten Strecke, die beim Weltcup-Finale 2010 ihre Premiere feierte. Der «Freie Fall» ist mit 92 Prozent Gefälle das steilste Stück im alpinen Rennzirkus. Beim Seilbahnstadelsprung landen die Abfahrer erst wieder nach etwa 40 bis 60 Metern. «Der Läufer ist bis ins Ziel gefordert, es gibt keine Gleitstrecke, das ist das Charakteristische der neuen Kandahar», sagt Chef-Rennleiter Heinz Mohr über die im Vergleich zur alten Abfahrt kürzere, aber noch schwerere Prüfung.

Die Damen benutzen die bisherige Herren-Strecke mit den berühmten Schlüsselstellen Tröglhang, Himmelreich und Hölle. Die FIS-Schneise, in der 1994 die Österreicherin Ulrike Maier tödlich verunglückte, wurde verbreitert. Neu ist auch, dass Damen- und Herrenstrecke bis auf das gemeinsame Ziel voneinander getrennt sind, so dass beispielsweise Pistenbesichtigungen separat stattfinden können.

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