Podium
Maria Höfl-Riesch (v.l.), Lindsey Vonn und Tina Weirather bei der Siegerehrung. Foto: Arno Balzarini

Maria Höfl-Riesch (v.l.), Lindsey Vonn und Tina Weirather bei der Siegerehrung. Foto: Arno Balzarini

Maria Höfl-Riesch war mit ihrem zweiten Platz bei der Abfahrt in St. Moritz zufrieden. Foto: Arno Balzarini

US-Star Lindsey Vonn ist derzeit eine Klasse für sich. Foto: Urs Flueeler

Lindsey Vonn gewann überlegen die Abfahrt von St. Moritz. Foto: Arno Balzarini

Schöner Lohn nach getaner Arbeit: Für Abfahrtssieger Didier Cuche gibt's Küsschen. Foto: Stephan Jansen

dpa, Bild 1 von 5

Maria Höfl-Riesch (v.l.), Lindsey Vonn und Tina Weirather bei der Siegerehrung. Foto: Arno Balzarini

St. Moritz (dpa) - Für Maria Höfl-Riesch bleibt diese Weltcup-Saison ein rasantes Auf und Ab der Gefühle. Einen Tag nach dem enttäuschenden 21. Platz in der Super-Kombination jubelte die Doppel-Olympiasiegerin erleichtert über über den zweiten Platz in der Abfahrt von St. Moritz.

Für Höfl-Riesch war es das fünfte Weltcup-Podium des Winters. Nach dem Rennen schloss sie ihre erneut siegreiche Rivalin Lindsey Vonn in die Arme. «Eine Podestplatzierung ist immer ein Erfolgserlebnis», frohlockte die 27 Jahre alte Partenkirchenerin, «gerade weil es gestern nicht so gut gelaufen ist, tut das natürlich gut, gleich am nächsten Tag ein gutes Ergebnis zu schaffen.»

Gegen ihre Freundin aus den USA kann aber auch Höfl-Riesch derzeit nichts ausrichten. Mit komfortablen 1,42 Sekunden gewann Vonn ihr achtes Rennen dieser Saison und schob sich mit dem 24. Abfahrtserfolg gleichauf mit Renate Götschl aus Österreich auf den zweiten Rang der ewigen Bestenliste. Dritte wurde Tina Weirather (Liechtenstein).

1,42 Sekunden Rückstand bedeuteten in der Schweiz Platz zwei. In Garmisch-Partenkirchen hätte das auf der wegen Nebels verkürzten Kandahar-Abfahrt nicht einmal für Punkte gereicht. Wie vor einer Woche in Kitzbühel war Didier Cuche zu schnell für die Konkurrenz. Er siegte vor Weltmeister Erik Guay (Kanada) und Hannes Reichelt (Österreich).

Ausgiebig wurde der 37 Jahre alte Cuche zum zweiten Sieg nach seiner Rücktrittsankündigung zum Saisonende befragt, da blickte er nach Startnummer 45 aber doch noch einmal auf die Videowand. Denn oben stand der Amerikaner Bode Miller, den die Jury zu den hinteren Startern verbannt hatte. Der Kombinations-Olympiasieger war zu spät zur öffentlichen Startnummernauslosung erschienen und wurde regelkonform strafversetzt. «Ich bin mit Bode vorher in der Gondel hochgefahren, da hat er es mir erzählt. Er ist wohl zwei Minuten zu spät gekommen. Es gibt die Regel; ist halt so», schilderte der deutsche Abfahrer Stephan Keppler. Miller selbst fuhr sichtlich angefressen als 35. ins Ziel und entschwand wortlos.

Keppler, der nach seinem Sturz vor einem Jahr in Wengen nicht bei der Heim-WM in Garmisch starten konnte, war bei seinem wagemutigen Angriff auf Cuchs Bestzeit zu Fall gekommen. Bester Deutscher war Andreas Sander auf dem 21. Rang, seinem zweitbesten Abfahrtsresultat. «Ich bin mit dem Ergebnis und der Fahrt auf jeden Fall zufrieden», sagte der Ennepetaler.

Dagegen sorgte die waghalsige Linie Kepplers für Diskussionen vor den ARD-Kameras. «Die Linie war exklusiv. Es ist leichtsinnig, da so zu fahren», befand TV-Experte Markus Wasmeier. Keppler verteidigte die Linienwahl damit, dass er eben riskieren müsse, um nach vorne zu fahren. Zum Glück blieb er unverletzt.

Nach zwei Ausfällen und dem jüngsten Slalom-Patzer in der Kombi soll es für Höfl-Riesch am Sonntag bei der Kombination aus Super-G und Torlauf nun auch wieder in ihrer Parade-Disziplin klappen. Viktoria Rebensburg wird nach ihrer Auszeit erst bei den Heim-Speedrennen am kommenden Wochenende in Garmisch-Partenkirchen zurückkehren. Dort steht für die Herren an diesem Sonntag noch ein Super-G auf dem Programm.

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