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Felix Neureuther hat in Zagreb bei der Siegerehrung beste Laune. Foto: Antonio Bat

Felix Neureuther hat in Zagreb bei der Siegerehrung beste Laune. Foto: Antonio Bat

Auch für einen zweiten Platz lässt Neureuther die Korken knallen. Foto: Antonio Bat

Neureuther, Hirscher und Kostelic (v.l.) teilen sich in Zagreb das Podium. Foto: Antonio Bat

Hirscher leuchtet nach dem zweiten Durchgang ganz oben auf der Anzeigentafel auf. Foto: Antonio Bat

Felix Neureuther verschaffte sich im ersten Durchgang eine gute Ausgangsposition. Foto: Antonio Bat

dpa, Bild 1 von 5

Felix Neureuther hat in Zagreb bei der Siegerehrung beste Laune. Foto: Antonio Bat

Zagreb (dpa) - Mit einem breiten Lächeln setzte sich Felix Neureuther den silbernen Pokal auf den Helm und reckte stolz seinen Scheck für den zweiten Platz in den Abendhimmel. Zum zwölften Mal in seiner Weltcup-Karriere durfte der Skirennfahrer aus Partenkirchen auf das Podest.

Nur 0,29 Sekunden fehlten dem 27-Jährigen im Schein des Flutlichts von Zagreb auf Slalom-Sieger Marcel Hirscher (Österreich), aber auch so war Neureuther zufrieden. «Es war ein hartes Rennen bei sehr herausfordernden Bedingungen. Ich bin total glücklich mit meinem zweiten Platz heute», sagte der zweimalige Weltcup-Gewinner. «Im Moment ist das Level sehr hoch im Slalom. Es ist nicht einfach, auf dem Podest zu sein. Ich will auf jeden Fall diese Saison ein Rennen gewinnen.»

Lokalheld Ivica Kostelic musste sich bei widrigen Bedingungen in der kroatischen Hauptstadt mit Rang drei begnügen. Fritz Dopfer zeigte im ersten Durchgang als Elfter eine gute Leistung, im Finale schied er bei einer angriffslustigen Fahrt aus.

Nach den Plätzen drei und vier zum Ende des vergangenen Jahres gelang Neureuther damit ein nahezu perfekter Start in den Slalom-Monat Januar mit fünf Torläufen binnen drei Wochen. Im ersten Durchgang profitierte er bei Temperaturen um den Gefrierpunkt von der Startnummer vier. Bei schlechter werdender Piste im zweiten Durchgang fuhr er überzeugend auf das Podest vor. «Die Leistung ist sehr, sehr hoch einzuschätzen. Das war ein sehr schweres Rennen», lobte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

Trotz einer Knieverletzung zu Beginn des Winters zeigt sich Neureuther derzeit bärenstark. «Es ist natürlich auch das Resultat harter Arbeit», sagte der 27-Jährige über sein aktuelles Erfolgsgeheimnis. Am Donnerstag brachte ihm das 21 000 Euro Preisgeld. Dank eines Materialwechsels im Sommer schlängelt er sich deutlich sicherer durch den Stangenwald. «Er kann deutlich mehr ans Limit gehen und sich auch mal einen Fehler erlauben, der nicht gleich zum Aus führt», sagte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel. Aus dessen Team schied Stefan Luitz im ersten Durchgang aus, Philipp Schmid verpasste als 44. das Finale.

Bei schwierigen Pistenbedingungen hatte auch Dopfer im ersten Lauf eine starke Leistung gezeigt. Mit Startnummer 24 war er als Elfter weit nach vorne gefahren. «Du musst einfach die vorgegebenen Spuren nachfahren, die sind runder als normal. Das ist mir nicht so schlecht gelungen», sagte der Riesenslalom-Spezialist. Das gelang ihm im Finale nicht, als er mit guter Zeit wegrutschte. «Das wollen wir vom Fritz sehen, dass er Gas gibt. Mit kontrollierten Fahrten ist nichts zu gewinnen, dann muss er halt mal ausscheiden», meinte Waibel. Am Samstag im schweizerischen Adelboden will Dopfer die gute Verfassung in seiner Paradedisziplin aber bestätigen.

Ein Riesentorlauf-Einsatz kommt für Neureuther wegen seines «geschundenen Knies», wie es Waibel bezeichnete, noch zu früh. «Nach dem Slalomblock wird Felix wieder in das Training einsteigen», sagte der Herren-Cheftrainer.

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