Der Schweizer Beat Feuz gewann den Abfahrtsklassiker in Wengen. Foto: Peter Klaunzer
Der Schweizer Beat Feuz gewann den Abfahrtsklassiker in Wengen. Foto: Peter Klaunzer

Der Schweizer Beat Feuz gewann den Abfahrtsklassiker in Wengen. Foto: Peter Klaunzer

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Der Schweizer Beat Feuz gewann den Abfahrtsklassiker in Wengen. Foto: Peter Klaunzer

Wengen (dpa) - Hopp Schwiiz: In der vierten Abfahrt des Winters stand zum dritten Mal ein Schweizer oben auf dem Podest. Beat Feuz' Sieg beim Heim-Klassiker in Wengen wurde von den Eidgenossen frenetisch gefeiert.

Feuz fiel jubelnd in die aufblasbare Werbebande und genoss im Ziel den Anblick von tausenden Schweizerfahnen auf den Tribünen. Am Vortag hatten dem 24-Jährigen aus dem Berner Land noch 2/10 Sekunden zum Sieg in der Super-Kombi gefehlt, beim Abfahrtsklassiker am Lauberhorn durfte er gemeinsam mit 38 000 Zuschauern seinen prestigeträchtigen Erfolg feiern. «In Wengen zu gewinnen, war immer ein Traum. Ich habe immer mit großen Augen auf diese Strecke geschaut, es ist ein mythisches Rennen», meinte Feuz, «ich wollte den sensationellen Fans eine Show bieten, und das habe ich auch geschafft.»

Der Auftritt der drei deutschen Starter geriet hingegen nicht zur großen Vorstellung. Als Bester des Trios kam Stephan Keppler ein Jahr nach seinem schweren Sturz im Kernen-S auf den 17. Rang. «So etwas belastet mich gar nicht», sagte der Ebinger, den noch ein Patellaspitzensyndrom im Knie plagt, «ich hatte mir zwar Top-15 vorgenommen, aber ich bin heute schon zufrieden. Der Rückstand ist mit 1,6 Sekunden okay.» Seine Teamkollegen Tobias Stechert als 35. und Andreas Sander auf Rang 44 verpassten Weltcup-Punkte.

Auf der berüchtigten, 4415 Meter langen Naturpiste zeigte Feuz wie bereits auf der verkürzten Strecke am Vortag eindrucksvoll sein Können. Sein Puls sei «noch etwas höher als normal», hatte er vor dem Start bekannt. Mit einem perfekten Ritt durch das Ziel-S distanzierte der nun dreimalige Weltcup-Sieger die gesamte Konkurrenz und sorgte für Herzrasen bei den eidgenössischen Anhängern.

«Beim Fahren hört man die Stimmung nicht, aber schon im Vorfeld ist das eindrucksvoll», schilderte er seine Eindrücke, «und wenn man ins Ziel fährt, ist es unglaublich.» Deutliche 0,44 Sekunden betrug sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Hannes Reichelt, Dritter wurde der WM-Dritte Christof Innerhofer aus Italien.

Nach den Erfolgen von Didier Cuche in Lake Louise und Didier Defago in Bormio setzte sich damit in der vierten Abfahrt dieser Saison bereits der dritte Schweizer durch. Altmeister Cuche konnte sich seinen Traum von einem Heimsieg allerdings auch im zwölften Anlauf nicht erfüllen und kam nur auf Rang 15.

Besser wollen es die deutschen Top-Athleten am Sonntag zum Abschluss der Lauberhornrennen im Slalom machen. «Ich fühle mich derzeit gut in Form und hoffe, das beim Klassiker in Wengen zeigen zu können», kündigte Felix Neureuther an. Sein Teamkollege Fritz Dopfer zeigte zuletzt mit Platz sechs in Adelboden sein bestes Torlaufergebnis und ist bei seiner Wengen-Premiere «gespannt, was mich dort erwartet».

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