Viktoria Rebensburg fuhr in Garmisch-Partenkirchen auf Rang drei und konnte ihr 33. Weltcup-Podest bejubeln. Foto: Stephan Jansen
Viktoria Rebensburg fuhr in Garmisch-Partenkirchen auf Rang drei und konnte ihr 33. Weltcup-Podest bejubeln. Foto: Stephan Jansen

Viktoria Rebensburg fuhr in Garmisch-Partenkirchen auf Rang drei und konnte ihr 33. Weltcup-Podest bejubeln. Foto: Stephan Jansen

Comeback-Triumph für Lindsey Vonn: «Das ist unglaublich, ich habe keine Worte dafür.» Foto: Stephan Jansen

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Viktoria Rebensburg fuhr in Garmisch-Partenkirchen auf Rang drei und konnte ihr 33. Weltcup-Podest bejubeln. Foto: Stephan Jansen

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Als Viktoria Rebensburg nach einem guten dritten Platz in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen schon erleichtert Interviews gab, wurde Lindsey Vonn von ihren Gefühlen übermannt.

Die überraschende Comeback-Siegerin aus den USA ließ sich im Zielbereich der berühmten Kandahar-Strecke in den Schnee sinken, brach in Tränen aus und weinte auch Minuten später in den Armen einer Betreuerin weiter. «Das ist unglaublich, ich habe keine Worte dafür», stammelte der US-Star nach dem 77. Sieg der Karriere - und das im zweiten Rennen nach einer fast einjährigen Verletzungspause.

Bei optimalen Bedingungen und vielen Minusgraden im Olympia-Ort von 1936 blieb Vonn auf der Piste eiskalt, zeigte eine mutige Fahrt und brachte einen Vorsprung von 0,15 Sekunden auf die Schweizerin Lara Gut und 0,48 Sekunden auf Rebensburg ins Ziel. Dort ließ es sich die 32-Jährige nicht nehmen, mit einer Gaudi-Kapelle zu feiern, ausgelassen zu tanzen und breit grinsend Fan-Selfies zu machen.

«Ich habe mich selbst und die Konkurrentinnen überrascht. Ich weiß selber nicht, wie ich das geschafft habe», kokettierte Vonn, die sich im Februar 2016 eine Knieverletzung zugezogen und in der Vorbereitung auf die laufende Saison den Oberarm gebrochen hatte. «Ich bin einfach nur überhappy.» Dass Vonn in der ewigen Sieger-Bestenliste den Rückstand auf Rekordhalter Ingemar Stenmark (86) schon in Garmisch auf neun Erfolge verringerte, beeindruckte auch Rebensburg.

«Das hätte ich so nicht gedacht, Hut ab!», sagte die derzeit beste deutsche Rennfahrerin über die Speed-Dominatorin. «Das ist schon beeindruckend, weil sie vom Gefühl her noch nicht am Limit fährt.» Rebensburg selbst war ein fast fehlerfreies Rennen und die Revanche für den Ausfall jüngst in Zauchensee gelungen. «Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und nicht an die Platzierung zu denken», sagte Rebensburg, die auch 2016 in Garmisch Dritte der Abfahrt geworden war. «Das war ein richtig cooles Wochenende, und ich habe mir gedacht, es wäre schön, wenn ich das wiederholen könnte», sagte sie.

Nach ihrer Knieverletzung vor Saisonstart gibt der zweite Podestrang des Winters - den ersten hatte die Kreutherin in ihrer Spezialdisziplin Riesenslalom eingefahren - Mut für die WM im Februar. Material und Abstimmung seien im Speed-Bereich «auf alle Fälle super», sagte Rebensburg, die ihr 33. Weltcup-Podest bejubelte.

«Das tut sicher allen sehr gut», resümierte der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier zur starken Fahrt seiner besten Athletin. «Wir waren bei der Vicky ein bisschen im Rückstand durch die Knieverletzung im Herbst, aber jetzt passt es in Bezug auf die WM, dass sie wieder langsam in Höchstform kommt.»

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