Vorfreude
Maria Riesch freut sich auf die Veranstaltung in München.

Maria Riesch freut sich auf die Veranstaltung in München.

dpa

Maria Riesch freut sich auf die Veranstaltung in München.

München (dpa) - Ski-Show im Herzen von München: Der alpine Weltcup legt kurz nach dem Jahreswechsel am Sonntag mit einem Parallel-Slalom einen Zwischenstopp in der bayerischen Landeshauptstadt ein.

«Ich freue mich riesig auf diesen ganz besonderen Tag. Die Spannung, wie es am Olympiaberg mitten in der Stadt zu fahren sein wird, ist schon groß», sagte Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch nach dem Silvester-Fest mit ihrem Verlobten in Kitzbühel. «Ich hoffe auf viele Zuschauer und eine gute Stimmung. Darüber hinaus ist dieser Event eine tolle Möglichkeit, für die Olympischen Spiele 2018 zu werben.» Und für die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen, die nur noch fünf Wochen entfernt ist.

Neben der deutschen Vorzeige-Alpinen sind noch Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg und Susanne Riesch dabei, die Weltmeisterin Kathrin Hölzl ersetzt. Die 26-Jährige musste wegen Rückenproblemen passen. Felix Neureuther erhielt eine Wildcard - und würde gerne wie beim Show-Event in Moskau vor zwei Jahren wieder den Sieg vor über 10 000 Zuschauern einfahren. «Wir fahren Mann gegen Mann, wir sind in der Stadt und freuen uns natürlich auf viele Zuschauer», sagte der zweimalige Weltcup-Gewinner. Und anders als damals in Moskau geht es nicht nur um Preisgeld - ausgelobt sind jeweils 100 000 Schweizer Franken (etwa 80 000 Euro) - sondern auch um Weltcup-Punkte.

Die Rennen werden im K.o.-System ausgetragen und jeder Teilnehmer hat schon einmal Punkte sicher. Die Verlierer der ersten Runde (Achtelfinale) erhalten 15 Zähler, die aus dem Viertelfinale 30. In einem Großen und Kleinen Finale werden die besten Vier ermittelt. Diese bekommen 100, 80, 60 und 50 Punkte gutgeschrieben.

«Rein den sportlichen Wert kann man nicht mit anderen Weltcup- Rennen vergleichen. Das ist eher ein Showevent, der eine Aufwertung bekommen hat, weil es Preisgelder und Weltcup-Punkte gibt», sagte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der das direkte Ausscheidungsfahren als Herausforderung sieht. «Rennformate wie das in München werden die klassischen Alpinrennen nicht ersetzen, das ist auch gar nicht das Ziel. Aber sie sind eine sehr gute Möglichkeit, junge Leute mit unserem Sport anzusprechen - damit wir auch im Publikumssegment nicht überaltern.»

Nicht nur Neureuther hat gute Erinnerungen an das Stadt-Rennen in Russland, sondern auch Riesch. Auch wenn sie im November 2009 um 3/100 Sekunden geschlagen Zweite wurde. In München wollen die beiden wieder um den Sieg mitfahren. 200 Meter lang ist die Strecke auf dem 564 Meter hohen Olympiaberg, auf dem die Skirennfahrer auf zwei Kursen nebeneinander im K.o.-System antreten. Für Deutschland ist die Idee von Stadt-Rennen nicht neu: 1986 gewann der Österreicher Leonhard Stock einen Parallel-Slalom auf dem Berliner Teufelsberg, 1987 siegte die Amerikanerin Tamara McKinney in München.

An den US-Erfolg von einst würden die amerikanischen Olympiasiegerinnen Lindsey Vonn und Julia Mancuso gern anknüpfen. Bei den Herren ist auch die Elite am Start, darunter die olympischen Goldmedaillengewinner Carlo Janka (Schweiz), Benjamin Raich (Österreich), Aksel Lund Svindal (Norwegen) und Bode Miller (USA). Österreichs Slalom-Dominatorin Marlies Schild lässt die Veranstaltung allerdings aus und konzentriert sich bereits auf den Slalom am Dienstag in Zagreb.

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