Romed Baumann rettet seinen Vorsprung aus der Abfahrt ins Ziel. Foto: Christophe Karaba
Romed Baumann rettet seinen Vorsprung aus der Abfahrt ins Ziel. Foto: Christophe Karaba

Romed Baumann rettet seinen Vorsprung aus der Abfahrt ins Ziel. Foto: Christophe Karaba

dpa

Romed Baumann rettet seinen Vorsprung aus der Abfahrt ins Ziel. Foto: Christophe Karaba

Chamonix (dpa) - Lange mussten Romed Baumann und Jan Hudec auf ihren jeweils zweiten Weltcup-Sieg warten. Im französischen Chamonix düpierten die beiden Skirennfahrer nun die Welt-Elite.

Einen Tag nach dem Abfahrtscoup des Kanadiers Hudec kletterte auch im Österreicher Baumann keiner der absoluten Favoriten auf das oberste Podest in der Super-Kombination. «In der Abfahrt ist es mir einfach sensationell aufgegangen», meinte der 26 Jahre alte Speed-Spezialist, der sich am Vortag noch als Zweiter Hudec geschlagen geben musste. Der Kroate Ivica Kostelic verpasste zwar den dritten Kombi-Sieg der Saison, baute als Siebter aber seine Führung im Gesamtweltcup aus.

Die Top-Plätze verfehlten die deutschen Alpin-Herren. Dennoch durfte sich Tobias Stechert als 18. über das beste Abfahrtsergebnis seiner Weltcup-Karriere freuen, Andreas Sander holte auf Rang 24 das erste Mal Weltcup-Punkte in der Super-Kombi. «Es war schon ok. Es war wichtig in meiner dritten Kombination mal fehlerfrei ins Ziel zu kommen», meinte der 22 Jahre alte Ennepetaler.

Während der Westfale kommende Woche «das erste Mal» in seinem Leben nach Russland zum Premieren-Weltcup auf der Olympia-Strecke von Sotschi aufbricht, verzichtet Stechert angeschlagen auf die Reise. «Es ist ein Problem zwischen Schienbein und Wadenbein, das muss erstmal ausheilen», meinte der Oberstdorfer und hofft Ende Februar im schweizerischen Crans-Montana wieder am Start stehen zu können. Stechert habe Schmerzmittel genommen, berichtete Alpin-Direktor Wolfgang Maier, «von dem her war das soweit in Ordnung von ihm.»

Nach mäßigen Auftritten mit den Plätzen 28 und 51 auf der wenig anspruchsvollen Strecke von Chamonix hofft Keppler auf bessere Ergebnisse am Ort der Olympischen Winterspiele 2014. «Ich kann nicht zufrieden sein», meinte er und scherzte: «Beim lange Geradeausfahren weiß ich nie, was ich machen soll.»

Deutlich besser kam Hudec, der zuletzt im November 2007 gewonnen hatte, mit der Gleiterpiste zurecht. Wie ein Lasso hatte der Canadian Cowboy glückselig am Samstag seinen Skistock über dem Kopf geschwungen. «Ich musste so hart in den vergangenen Jahren kämpfen mit all meinen Verletzungen und anderen persönlichen Problemen», berichtete der gebürtige Tscheche erleichtert nach seinem Coup, «ich bin überglücklich. Heute hat alles gepasst.» Hudec setzte sich mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung auf Baumann, vor drei Jahren Kombi-Gewinner in Sestriere, durch.

Immer wieder wurde der 30-Jährige von Verletzungen zurückgeworfen und hatte deshalb vergangenes Jahr einen Rücktritt erwogen. Nach eigenen Angaben musste er sogar 15 000 kanadische Dollar für das Training bezahlen, um im Nationalteam bleiben zu dürfen. «Ich möchte allen Menschen danken, die mich unterstützt und mir Geld gegeben haben, um mir beim Bezahlen meiner Rechnungen zu helfen», erinnerte er.

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