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Die Finnin Tanja Poutiainen stürzte nach der Zieldurchfahrt.

Die Finnin Tanja Poutiainen stürzte nach der Zieldurchfahrt.

Susanne Riesch fädelte ein und schied im zweiten Durchgang aus.

Für Maria Riesch, Marlies Schild und Manuela Moelgg (l-r) gab es Blumen.

Marlies Schild ließ sich vom Nebel nicht ablenken.

Marlies Schild freut sich über ihren Sieg in Zagreb.

Maria Riesch fuhr in Zagreb trotz dichten Nebels auf Rang zwei.

Maria Riesch strahlte nach ihrem zweiten Platz.

dpa, Bild 1 von 7

Die Finnin Tanja Poutiainen stürzte nach der Zieldurchfahrt.

Zagreb (dpa) - Im dichten Nebel von Zagreb hat Maria Riesch mit ihrem achten Podestplatz im WM-Winter die Führung im Gesamtweltcup ausgebaut, die Torlauf-Dominatorin aus Österreich bleibt für die Doppel-Olympiasiegerin derzeit jedoch unerreichbar.

Nach einem Blindflug im ersten Lauf musste sich Riesch in Kroatien nur Marlies Schild geschlagen geben, die ihren vierten Saisonsieg und insgesamt den 25. Slalom-Erfolg feierte. «Es muss einfach alles passen und dann kann ich sie schlagen. Ich brauche nur mal zwei gute Läufe», haderte Riesch aber nur kurz, dass sie als Dritte mit deutlichem Rückstand ins Slalom-Finale gestartet war. «Im Endeffekt bin ich total glücklich über das Ergebnis.»

Während Maria Riesch Küsschen in die Kameras verteilte, vergab ihre Schwester Susanne vor mehr als 9000 lautstarken Zuschauern am Bärenberg als Sechste des ersten Durchgangs wieder einmal eine gute Ausgangslage. Sie schied wie in Aspen aus. «Es ist alles ein bisschen zäh, es geht nicht von der Hand», klagte die 23-Jährige. «Ich bin eigentlich gut drauf, zeige es in den ersten Läufen und bringe es dann in den zweiten nicht runter.» Auch die Dritte von Semmering vor einer Woche, Christina Geiger, fädelte im Finale ein. «Ich war in dem Moment so sauer und enttäuscht», sagte die Junioren-Weltmeisterin.

Trotz dieser beiden Ausfälle war Wolfgang Maier zufrieden mit dem Abschneiden. «Wir hatten sieben im zweiten Durchgang, das ist eine extrem hohe Quote», sagte der Alpin-Direktor.

Da die Amerikanerin Lindsey Vonn erneut Nerven zeigte und nach holpriger Fahrt bereits zum dritten Mal in Serie das Slalom-Ziel nicht erreichte, liegt Maria Riesch nach 15 von 38 Saisonrennen nun 186 Punkte vor ihrer Freundin und Rivalin. «Es war ganz schön brutal», sagte die Partenkirchenerin bei einer Sicht im ersten Durchgang von «zwei bis drei Toren». «Das ist ein wirklich schwieriges Rennen, so was habe ich im Slalom noch nicht erlebt.»

Im ersten Lauf stand Riesch nach eigener Wahrnehmung noch einige Male vor dem Aus. Als am Abend nur noch das Flutlicht die Crveni Spust erleuchtete, stellte die 26-Jährige mit der Devise Angriff souverän unter Beweis, dass die kleine Formdelle vor Weihnachten und das frühe Scheitern beim Münchner Parallel-Slalom schnell überwunden sind. Bereits vor Silvester hatte sie sich im österreichischen Semmering mit zwei zweiten Plätze zurückgemeldet.

Letztlich einigermaßen versöhnt verließ Katharina Dürr die Strecke. «Ich war nach dem ersten Lauf hundertprozentig überzeugt, dass ich nicht mehr dabei bin. Ich hatte schon alle Sachen gepackt und die Ski ins Auto geschmissen», sagte die Sportlerin aus Germering, die von Rang 27 auf 16 nach vorne fuhr. Nina Perner (17.), die lange verletzte Veronika Staber (21.) und Barbara Wirth (24.) sammelten ebenfalls Weltcup-Punkte.

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