Ärgerlich
Viktoria Rebensburg muss auf Weltcuppunkte verzichten.

Viktoria Rebensburg muss auf Weltcuppunkte verzichten.

dpa

Viktoria Rebensburg muss auf Weltcuppunkte verzichten.

Maribor (dpa) - Ein wenig wirkte es so, als hätte Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg schon vor dem Weltcuprennen den späteren Abbruch beim Riesenslalom erahnt.

«Es ist extrem warm für ein Skirennen», sagte die im ersten Durchgang vor Tina Maze (Slowenien) und Maria Riesch führende Skirennfahrerin beim Riesenslalom in Maribor. Temperaturen im zweistelligen Bereich ließen in Slowenien die chemisch verstärkte Piste, ein weißes Schneeband zwischen jeder Menge Grün, nicht durchhalten. «Es ist immer bitter, wenn ein Rennen abgebrochen wird, wenn man eine gute Ausgangssituation hat», klagte Rebensburg.

«Da gibt es so viele Löcher, das ist wie Suppe. Es ist schlimm zu fahren», sagte eine ins Mikrofon lächelnde Lindsey Vonn (USA). «Für die späten Nummern ist es sehr gefährlich mit den großen Löchern. Da kannst du dir das Bein brechen.» Die Amerikanerin, die es bei schwierigeren Bedingungen als Riesch auf Rang zwölf schaffte, hatte schon für einen Renn-Abbruch plädiert, als die Jury noch beriet und viele Helfer recht ratlos an der Rennstrecke standen. Für die fleißigen Veranstalter tat es allen leid, aber glücklich waren die Sportlerinnen mit ihren Fahrten nicht. «Man muss sich einfach runterkämpfen, aber gut anfühlen tut sich das nicht», sagte Riesch, die auf Rang drei im ersten Durchgang fuhr. «Ich glaube, ich habe das Beste draus gemacht. Es ist total unterschiedlich. An manchen Toren hat es Spuren, an manchen Toren ist es total weich.»

Nach 25 Fahrerinnen war dann aber Schluss. «Die Trainer haben gesagt, es macht keinen Sinn, es ist zu gefährlich. Ich bin schon vor der Absage runtergefahren», sagte die Österreicherin Marlies Schild. Wo das Rennen nachgeholt werden kann, ist noch offen. «Die Absage war die beste Entscheidung, die man treffen konnte, das hat mit Skifahren ja nichts mehr zu tun», sagte Hölzl, die auf dem siebten Rang lag.

Im Kampf um den Gesamtweltcup hoffte Riesch, wenigstens beim Slalom den Vorsprung im Gesamtklassement auszubauen, in dem sie mit 196 Zählern vor Vonn führt. Eine Entscheidung, ob der Torlauf gefahren werden kann, soll erst am Sonntagmorgen getroffen werden.

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