Der Schweizer Simon Ammann macht große Sprüche, Favorit bleibt der Österreicher Thomas Morgenstern.

Garmisch-Partenkirchen. Wegen zu heftiger Winde ist das Neujahrsspringen nach nur einem Durchgang beendet worden. Vor dem dritten Springen am Montag in Innsbruck (13.45 Uhr/ARD) führt weiter Thomas Morgenstern. Eine Analyse:

Der Selbstbewusste: Ein Satz auf 131 Meter hat bei Simon Ammann für beste Laune am Neujahrstag gesorgt. Mit seinem Sieg hat der Olympiasieger bewiesen, dass er auch bei extremen Windbedingungen ein funktionierendes Flugsystem besitzt. „Ich habe gespürt, mein Körper hat die Kraft. Das Feuer ist innen drinnen, und das werde ich gegen jeden Widerstand verteidigen“, meinte der Schweizer: „Ich werde die Tournee gewinnen.“ Das wirkt überheblich.

Der Wind: Heftige Böen haben den prestigeträchtigen Wettbewerb zu einer Lotterie degradiert. „Natürlich ist das nicht regulär“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Österreichs Chefcoach Alexander Pointner: „Man muss froh sein, dass nichts passiert ist.“ Oberstdorf-Sieger Thomas Morgenstern: „Ich freue mich, dass ich heil herunten bin.“

Der Favorit: Thomas Morgenstern hat in Oberstdorf über seine menschliche Reife philosophiert, in Garmisch hat er sie gezeigt – und sich als fairer Verlierer erwiesen, Größe gezeigt, trotz einer verpassten Chance.

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