Aljona Savchenko und Robin Szolkowy fürchten bei der DM keine Konkurrenz.
Aljona Savchenko und Robin Szolkowy fürchten bei der DM keine Konkurrenz.

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy fürchten bei der DM keine Konkurrenz.

dpa

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy fürchten bei der DM keine Konkurrenz.

Hamburg (dpa) - Mit neuer Lockerheit und ohne Konkurrenz zum siebten Meistertitel: Für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy sind die deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Oberstdorf nur ein willkommenes Training unter Wettkampfbedingungen.

Die Doppel-Weltmeister aus Chemnitz müssen national niemanden fürchten und sind für die Europameisterschaften Ende Januar in Bern gesetzt. «Wir hätten ja nicht laufen müssen, weil der Verband uns schon nominiert hat», sagt Trainer Ingo Steuer, «aber wir starten aus eigenem Antrieb und wollen unsere guten Saisonleistungen bestätigen».

Zwei Grand-Prix-Siege und der souveräne Erfolg im Finale - wer soll die olympischen Bronze-Medaillengewinner dieses Jahr schlagen? «Es gibt international genug Konkurrenz aus Russland und China, wir dürfen nicht nachlassen», weiß Steuer, der es mit seinem Paar erstmals in einer Saison viel lockerer angehen ließ als je zuvor. Nach Krankheiten im letzten Winter und der Olympia-Enttäuschung starteten die Sachsen spät - und wirken nun gelöster. Auch von Verletzungen blieben sie bisher verschont.

Internationales Format haben auch die Vorjahresmeister Maylin Hausch/Daniel Wende, deren Start wegen einer Grippe des Wahl- Oberstdorfers aber in Gefahr ist. Die zwei aufstrebenden Paarläufer begleiten Savchenko/Szolkowy in jedem Fall zur EM in die Schweiz, dafür sprechen die bisherigen internationalen Leistungen.

Die Nachfolge von Stefan Lindemann will der Berliner Peter Liebers mit seinem zweiten Titel nach 2009 antreten. «Peter ist gut aufgestellt, er ist in der Favoritenrolle», sagte Elke Treitz, die Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Als einziger aus dem Herrenfeld steht er im Wettkampf den dreifachen Axel - ein international unerlässliches Element. Spannend wird der Kampf um das zweite Herren-Ticket für die EM.

Bei den Damen ist nach dem Aussetzen der fünfmaligen Meisterin Annette Dytrt die Titelverteidigerin Sarah Hecken topgesetzt. «Sie ist gut vorbereitet», weiß Treitz. Besonders an der Choreographie ihrer Darbietungen hat die 17-Jährige nach überstandener Rückenverletzung gearbeitet. Ihr scheint die einzige Fahrkarte zu EM und WM im März in Tokio sicher zu sein.

Im Eistanzen wird es nach der Verletzung der Geschwister Carolina und Daniel Hermann sowie dem Karriere-Ende von Christina und William Beier wohl auf das russisch-deutsche Duo Nelli Zhiganshina/Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) hinauslaufen. Um die Veranstaltung am Fuße des Nebelhorns für Zuschauer attraktiver zu machen, hat sich die DEU für ein neues Format kompakt an zwei Tagen entschieden.

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