Felix Loch
Felix Loch hat nur noch theoretische Chancen auf den sechsten Gesamtsieg in Serie. Foto: Tobias Hase

Felix Loch hat nur noch theoretische Chancen auf den sechsten Gesamtsieg in Serie. Foto: Tobias Hase

dpa

Felix Loch hat nur noch theoretische Chancen auf den sechsten Gesamtsieg in Serie. Foto: Tobias Hase

Altenberg (dpa) - Für die deutschen Rodler geht am Wochenende in Altenberg einmal mehr eine erfolgreiche Weltcup-Saison zu Ende, ganz so dominant wie in der Vergangenheit waren sie aber nicht.

Besonders bei den Männern hat die Konkurrenz aus Russland aufgeholt, dort steht der 20-jährige Roman Repilow vor seinem ersten Gewinn im Gesamtweltcup. Das deutsche Aushängeschild Felix Loch hat nach seinem grippebedingten Ausfall auf der Olympia-Bahn in Pyeongchang nur noch theoretische Chancen auf den sechsten Gesamtsieg in Serie.

«Es liegt auch daran, dass deutsches Know-how ins Ausland abwandert», sagte der dreimalige Olympiasieger aus Berchtesgaden zum nun engeren Wettbewerb mit den anderen Nationen. «Trainer, Techniker und so weiter gehen weg und nehmen natürlich auch ihr Wissen ums Material, Trainingsmethoden etc. mit, um ihre neuen Sportler besser zu machen», meinte Loch vor dem Saisonfinale im Eiskanal von Altenberg.

Der 27-Jährige hat mit bisher 663 Punkten selbst bei einem Sieg nur dann noch realistische Chancen, an Repilow (745) vorbeizuziehen, wenn der Konkurrent ausfällt. Auf Rang zwei vor Loch liegt im Europameister Semen Pawlitschenko (674) ein weiterer Russe.

Dagegen steht bei den Frauen mit Natalie Geisenberger aus Miesbach die Siegerin des Gesamtweltcups bereits fest. Auch bei den Doppelsitzern, wo die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Oberhof/Suhl) uneinholbar führen, sowie in der Team-Staffel bleiben die Weltcup-Trophäen in deutscher Hand.

Sollte Loch das Wunder nicht gelingen, würde er erstmals seit der Saison 2010/2011 keinen internationalen Einzeltitel holen. Zudem wäre es das erste Mal seit der Saison 2011/2012, dass nicht alle vier Weltcup-Titel an die Vertreter des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD) gehen.

Einen besonderen Anreiz, in Altenberg im Erzgebirge noch einmal ganz oben auf dem Podest zu stehen, haben Geisenberger und die auf Rang zwei liegende Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Erfurt) trotz der bereits gefallen Entscheidung im Frauen-Gesamtweltcup noch: Beide feierten mit bisher 37 Weltcup-Siegen genauso viele wie die bereits zurückgetretene Sylke Otto. Würde eine von ihnen in Sachsen gewinnen, wäre sie alleinige Weltcup-Rekordsiegerin.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer