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Felix Loch will auch in St. Moritz glänzen. Foto: Martin Schutt

Felix Loch will auch in St. Moritz glänzen. Foto: Martin Schutt

dpa

Felix Loch will auch in St. Moritz glänzen. Foto: Martin Schutt

St. Moritz (dpa) - Schier erdrückend war die Dominanz der deutschen Rodler bei den jüngsten Heimrennen, nun hoffen Felix Loch und Co. im Eis-Mekka in St. Moritz auf den letzten Schub für die Heim-Titelkämpfe.

«So kann es weitergehen. Es wird langsam Zeit, dass auch ein Deutscher mal wieder den Gesamt-WC gewinnt», meint Olympiasieger Loch und setzt am Wochenende auf der berühmten Natureisbahn in der Schweiz auf den nächsten Schritt auf dem Weg zum ersten Gesamtsieg seit Georg Hackl vor 22 Jahren. «Bei mir passt derzeit einfach alles: Form, Schlitten, Start.»

Sechs Rennen, fünf Siege - fast nach Belieben dominiert der Berchtesgadener in diesem Winter die Konkurrenz. Endlich hat der 22-Jährige auch im Rodel-Alltag konstant zu der Ausnahmeklasse gefunden, die ihm neben dem Olympia-Gold von Vancouver auch schon zwei WM-Titel einbrachten. Kontrahenten wie dem italienischen Altmeister Armin Zöggeler bleibt derzeit Wochenende für Wochenende nur das Nachsehen. «Felix hat derzeit einen Lauf», erkennt der 38 Jahre alte Südtiroler voller Respekt an.

Doch nicht allein Filius Felix lässt Bundestrainer Norbert Loch derzeit jubilieren. «Egal auf welcher Bahn, egal bei welchen Bedingungen - unsere Männer sind einfach top!» Neben Seriensieger Loch trug sich in diesem Winter allein noch Teamkollege Andi Langenhan in die Siegerlisten ein, im Gesamt-Weltcup führen gleich vier deutsche Männer das Klassement an.

Auf dem Weg zur Heim-WM in zwei Wochen in Altenberg eilen auch die deutschen Frauen von Sieg zu Sieg, dennoch ist Bundestrainer Loch noch nicht ganz zufrieden. «Die Frauen leisten sich doch immer wieder zu viele Fahrfehler.» Selbst Olympiasiegerin Tatjana Hüfner ist im Endspurt auf den Saisonhöhepunkt noch von der Konstanz und Dominanz vergangener Winter entfernt. Zwar steuert die 28-Jährige ihrem fünften Weltcup-Gesamtsieg in Serie entgegen, doch der bisherige Winter ist für die Perfektionistin alles andere als ein Selbstläufer.

Die ärgste Konkurrenz kommt für Hüfner aus dem eigenen Lager. Die dreimalige WM-Zweite Natalie Geisenberger wittert bei der Heim-WM ihre Chance auf den ganz großen Coup. «Letztes Jahr konnte ich nicht gewinnen, wenn Tatjana keine Fehler machte. Aber dieses Jahr kann ich gewinnen», sagt die Miesbacherin.

Auf den nächsten Schritt zum erneuten Weltcup-Gesamtsieg hoffen in St. Moritz die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt. «Wir schauen wieder, dass wir konstant zwei gute Läufe runterziehen», kündigte Steuermann Wendl mit Blick auf das enge Wettrennen mit den österreichischen Olympiasiegern Andreas und Wolfgang Linger an.

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