Explosiv
Tatjana Hüfner nimmt auf der Kunsteisbahn am Königssee Fahrt auf. Foto: Tobias Hase

Tatjana Hüfner nimmt auf der Kunsteisbahn am Königssee Fahrt auf. Foto: Tobias Hase

dpa

Tatjana Hüfner nimmt auf der Kunsteisbahn am Königssee Fahrt auf. Foto: Tobias Hase

Königssee (dpa) - Nach ihrem Happy End beim Fehler-Roulette am Königssee konnte Rodel-Olympiasiegerin Tatjana Hüfner endlich wieder befreit jubeln. Nach Wochen der Verunsicherung fuhr die 28-Jährige beim Heim-Rennen ihren 30. Weltcup-Sieg heraus.

Im Endspurt auf die Heim-WM schaffte Hüfner damit den Befreiungsschlag. «Das ist der richtige Zeitpunkt, dass endlich der Knoten platzt», sagte Hüfner erleichtert nach ihrem Erfolg vor Teamkollegin Natalie Geisenberger.

«Das glückliche Ende war diesmal auf meiner Seite», gestand Hüfner nach ihrem zweiten Weltcup-Sieg der Saison. Allerdings hatte die Ausnahmefahrerin, die in den vergangenen Wochen durch ungewohnte Fahrfehler verunsichert worden war, auch am Königssee zunächst zittern müssen. Im ersten Durchgang leistete sich die dreimalige Weltmeisterin am Start und in der Eisrinne erneut Patzer und lag vermeintlich aussichtslos hinter Lokalmatadorin Geisenberger zurück.

Doch im zweiten Durchgang zauberte Hüfner mit Wut im Bauch einen starken Lauf in die Eisrinne und setzte ihre Teamkollegin gehörig unter Druck. Und nun leistete sich Geisenberger einen dicken Fahrfehler und gab den sicher geglaubten Sieg auf ihrer Heimbahn noch aus der Hand. «Das war ein kapitaler Fehler bei der Ausfahrt der Echowand», sagte die 23-Jährige und war untröstlich. «Ich habe zu oft gute Ergebnisse einfach weggeschmissen.»

«Der Vorsprung von Natalie war eigentlich zu groß. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich das noch gewinne», sagte Hüfner, die trotz des Sieges mit ihrem schwachen ersten Durchgang haderte. «Der erste Lauf war miserabel.» Doch egal: Durch ihren 30. Weltcup-Erfolg baute die Olympiasiegerin ihren Vorsprung im Gesamt-Weltcup aus und darf wieder voller Zuversicht der Heim-WM entgegenblicken. Die Kanadierin Alex Gough, die vor knapp drei Wochen Hüfner und Co. eine herbe Niederlage zugefügt hatte, wurde Dritte. Corinna Martini als Vierte und Anke Wischnewski als Fünfte komplettierten den starken Auftritt der deutschen Frauen.

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