Dreifacherfolg
Natalie Geisenberger (M) gewann vor Carina Schwab (l) und Aileen Frisch. Foto: Tobias Hase

Natalie Geisenberger (M) gewann vor Carina Schwab (l) und Aileen Frisch. Foto: Tobias Hase

Natalie Geisenberger hatte beim Weltcup am Königssee einen Heimvorteil. Foto: Tobias Hase

Die Kunsteisbahn am Königssee war teilweise sehr nass und das Eis weich. Foto: Tobias Hase

Die deutschen Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt gewannen am Königssee. Foto: Tobias Hase

Tobias Wendl (l) und Tobias Arlt bekamen für ihren Sieg Blumensträuße. Foto: Tobias Hase

dpa, Bild 1 von 5

Natalie Geisenberger (M) gewann vor Carina Schwab (l) und Aileen Frisch. Foto: Tobias Hase

Königssee (dpa) - Zwei Siege, nur einen von sechs Podesträngen verpasst: Vier Wochen vor der WM haben die deutschen Rodler am ersten Tag des Heim-Weltcups am Königssee dem Regen-Roulette eindrucksvoll getrotzt.

Bei weichem Eis waren Natalie Geisenberger sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt erneut nicht zu schlagen und unterstrichen eindrucksvoll ihre Ansprüche im Gesamtweltcup. «Da kann das Grinsen im Gesicht schon etwas breiter sein», sagte Bundestrainer Norbert Loch zu den starken Auftritten seiner Schützlinge beim Endspurt auf die WM Anfang Februar in Kanada.

«Heute war ein sehr wichtiges Rennen», sagte Geisenberger nach ihrem dritten Saisonerfolg, mit dem sie ihrem ersten Gesamtsieg ein gehöriges Stück näher kam. Allerdings hatte die Olympia-Dritte im ersten Lauf mächtig zu kämpfen, um ihre jungen Konkurrentinnen Carina Schwab und Aileen Frisch knapp hinter sich zu lassen. Im zweiten Durchgang zündete Geisenberger aber den Turbo und fuhr am Ende doch noch überlegen ihren 13. Weltcup-Sieg ein.

«Momentan bin ich in einer super Form. Ich bin mental gut drauf, und der Schlitten läuft einfach wie Sau», beschrieb Geisenberger ihr Erfolgsrezept und blickte schon einmal auf den Saisonhöhepunkt WM in vier Wochen in Whistler voraus. «Da möchte ich natürlich eine Medaille - wenn möglich die goldene.»

Olympiasiegerin Tatjana Hüfner fehlte beim Start in die zweite Saisonhälfte, dies störte angesichts des schier unendlichen Reservoirs der deutschen Frauen aber kaum. Hüfner-Ersatz Carina Schwab, von Schwester Daniela mit dem Plakat «Gib Voigas» angefeuert, fuhr bei ihrem Saisondebüt auf Platz zwei und war überglücklich. «Damit hätte ich nie gerechnet», meinte sie.

Junioren-Weltmeisterin Aileen Frisch verbuchte auf ihrer Lieblingsbahn ihren ersten Podestplatz und strahlte mit ihren Teamkolleginnen um die Wette. «Das ist überwältigend - und dabei ist das gar nicht mein Wetter.» Anke Wischnewski als Fünfte komplettierte an ihrem 35. Geburtstag den starken Auftritt von Lochs Frauen.

Eine Klasse für sich waren erneut die Doppelsitzer Wendl/Arlt. Der Bayern-Express machte im fünften Rennen den fünften Sieg perfekt und greift wie schon 2011 nach dem Weltcup-Gesamtsieg. «Das war heute ein wenig wie Tiefschneefahren», beschrieb Arlt das weiche Eis vor allem am Start und auf der nicht überdachten langen Geraden. «Das war für uns auch neu, wir sind noch nie bei solchen Bedingungen gefahren.»

Hinter Wendl/Arlt machten die WM-Zweiten Toni Eggert und Sascha Benecken vor den Österreichern Peter Penz und Georg Fischler den deutschen Doppelerfolg perfekt. «Wir sind auf einem guten Weg», freute sich Steuermann Eggert.

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