Trio
Die deutschen Rennrodler (l-r) Andi Langenhan, Felix Loch und David Möller.

Die deutschen Rennrodler (l-r) Andi Langenhan, Felix Loch und David Möller.

dpa

Die deutschen Rennrodler (l-r) Andi Langenhan, Felix Loch und David Möller.

Oberhof (dpa) - Oberhof bleibt die Erfolgsbahn der deutschen Rodler. Am ersten Tag des Heim-Weltcups fuhren Olympiasieger Felix Loch und seine Berchtesgadener Trainingskollegen Tobias Wendl/Tobias Arlt Siege ein.

Hinter Loch landeten beim ersten deutschen Vierfach-Erfolg seit der WM 2008 an gleicher Stelle mit David Möller, Andi Langenhan und Jan Eichhorn drei Thüringer vor der versammelten Weltelite. Den überragenden Erfolg komplettierten Toni Eggert/Sascha Benecken (Oberhof/Suhl) als Doppelsitzer-Dritte.

«In Oberhof macht's immer viel Spaß zu fahren», sagte Loch. «Wir sind jetzt auf einem guten Weg Richtung WM.» Langenhan, der Führende nach dem ersten Lauf, hatte das Rennen «sehr genossen», David Möller freute sich darüber, dass «der erste Härtetest des für die WM in zwei Wochen umgebauten Schlittens gelungen ist».

Wendt/Arlt verdrängten im zweiten Lauf noch die nach dem ersten Durchgang führenden Südtiroler Christian Oberstolz/Patrick Gruber auf Platz zwei. Bundestrainer Norbert Loch hatte das angekündigt. «Die Burschen hatten im ersten Durchgang einen dicken Fahrfehler. Die schaffen das noch», verbreitete Loch Optimismus. Und tatsächlich sicherten sich die schnellsten Starter des gesamten Felds den Sieg und bauten die Führung im Gesamt-Weltcup weiter aus. «Der Weltcup war nicht unser Saisonziel. Jetzt wollen wir nicht nur bei der WM aufs Trepperl, sondern auch den Pokal holen», verkündete Vordermann Wendl.

Im ersten Durchgang der Doppelsitzer-Konkurrenz waren Eggert/ Benecken mit Bestzeit unterwegs, ehe sie bei der Überfahrt Kurve 12/13 «ins Fettnäpfchen fuhren», wie der Hintermann sagte. Sie konnten einen Sturz gerade noch vermeiden und fielen auf Platz fünf zurück. «Jetzt heißt es, die Arschbacken zusammenkneifen und den zweiten Lauf sauber runterfahren», lautete Beneckens Vorgabe für den zweiten Durchgang, in dem die Thüringer Bestzeit und erstmals auf das Siegertreppchen fuhren.

Die Paarung hatte erst im Sommer 2010 zusammengefunden und einen völlig neuen Schlitten in langer Arbeit zum Teil in der Tischlerwerkstatt von Toni Eggerts Vater in Ilsenburg zusammengebaut. «Die Trainer hatten uns darauf eingestellt, dass dieser Winter ein Übungsjahr werden wird. Dass wir nun im ersten Weltcup-Winter gleich aufs Podest fahren, ist natürlich prima», meinte Eggert, der die Familien-Tradition fortsetzt. Sein Opa war 1964 Olympia-Vierter im Doppelsitzer, sein Vater mit dem heutigen österreichischen Cheftrainer René Friedl Junioren-Europameister.

Den 20 Jahre alten Zella-Mehlisern Daniel Rothamel/Chris Romeis gelang mit Platz vier auf ihrer Hausbahn ein exzellenter Weltcup- Einstand. «Sie bekommen am kommenden Wochenende in Altenberg eine weitere Chance, sich für die WM zu empfehlen», sagte der Bundestrainer.

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