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Claudia Pechstein hat in Inzell über 3000 Meter gesiegt. Foto: Andreas Gebert

Claudia Pechstein hat in Inzell über 3000 Meter gesiegt. Foto: Andreas Gebert

dpa

Claudia Pechstein hat in Inzell über 3000 Meter gesiegt. Foto: Andreas Gebert

Inzell (dpa) - Claudia Pechstein kann wieder strahlen. Die Berlinerin gewann ihren ersten Titel nach Ablauf ihrer zweijährigen Sperre wegen erhöhter Blutwerte.

Zum Auftakt der deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Inzell setzte sich die 39 Jahre alte Olympiasiegerin über 3000 Meter durch und erkämpfte ihren insgesamt 14. nationalen Titel.

«Es gab viele, die gesagt haben: Mensch, wieso läuft die denn immer noch? Jetzt habe ich bewiesen, dass ich noch zu Topzeiten in der Lage bin», sagte Pechstein, nachdem sie in 4:08,46 Minuten ihre Saisonbestmarke um mehr als zwei Sekunden verbessert hatte und damit fast so schnell war wie im WM-Rennen im März an gleicher Stelle.

In Abwesenheit der wegen Rückenproblemen pausierenden Titelverteidigerin und Olympia-Zweiten Stephanie Beckert (Erfurt) schob sich Pechstein in der Saison-Weltbestenliste nun auf Rang 7. «Diese gute Leistung hatte ich nach den Trainingsresultaten schon erwartet», äußerte sich Cheftrainer Markus Eicher wenig überrascht und Präsident Gerd Heinze schmunzelte zufrieden.

Platz zwei ging an die 23-jährige Berlinerin Isabell Ost, die sich auf 4:11,07 steigerte und sich für den ersten Teamlauf im Weltcup in zwei Wochen in Tscheljabinsk empfahl. Alle anderen Läuferinnen verpassten die verschärfte Weltcup-Norm von 4:14 Minuten. Dritte wurde Bente Kraus (Berlin) in 4:19,69 Minuten. Dies löste bei Eicher heftige Kritik aus: «Damit können wir überhaupt nicht zufrieden sein, das war sehr enttäuschend. Da haben wir plötzlich ein Problem auf den langen Strecken.»

Im Sprint über 500 Meter hielt sich die viermalige Weltmeisterin Jenny Wolf ihren fünften nationalen Meistertitel in Serie, war aber mit ihrem ersten Lauf in 38,37 nicht vollends zufrieden. «Dafür war der zweite Start super, da lief es dann rund», sagte sie nach der Steigerung auf 38,04 Sekunden. Der Vorsprung auf die Erfurterin Judith Hesse (38,58 und 38,52) und die Berlinerin Monique Angermüller (zweimal 38,58) war aber diesmal nicht so deutlich wie oft in den letzten fünf Jahren.

«Ich bin noch nicht zu 100 Prozent in Form. Aber ich mache mir da keinen Druck», sagte die 32-jährige Berlinerin nach dem Gewinn ihres insgesamt 13. Meistertitels. Sechsmal gewann sie insgesamt die 500 Meter, fünfmal die nichtolympischen 100 Meter und zweimal im Sprint-Vierkampf. Bei den Herren entthronte Samuel Schwarz mit Topzeiten in 35,65 und 35,35 Sekunden Titelverteidiger Nico Ihle, der sich in 35,81 und 35,60 jeweils dem 1000-m-Weltcupsieger von Obihiro/Japan beugen musste.

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