Claudia Pechstein
Claudia Pechstein belegt nach zwei von vier Strecken nur Platz acht. Foto: Yuri Kochetkov

Claudia Pechstein belegt nach zwei von vier Strecken nur Platz acht. Foto: Yuri Kochetkov

dpa

Claudia Pechstein belegt nach zwei von vier Strecken nur Platz acht. Foto: Yuri Kochetkov

Heerenveen (dpa) - Die nächste Eisschnelllauf-Medaille ist für Claudia Pechstein weit entfernt. Die 40 Jahre alte Berlinerin belegt bei den Europameisterschaften in Heerenveen bei Halbzeit nur Platz acht.

Auch Stephanie Beckert, wegen ihrer Sprintschwäche keine Medaillenkandidatin, konnte nicht überzeugen. Es führt Weltmeisterin Ireen Wüst aus den Niederlanden vor ihrer erst 17-jährigen Teamgefährtin Antoinette de Jong und Linda de Vries. In Diane Valkenburg folgt eine weitere Niederländerin. Titelverteidigerin Martina Sablikova aus Tschechien, die zuvor über Rückenprobleme klagte, ist nur Siebte. Die Berlinerin Isabell Ost, im Vorjahr gute Zehnte, liegt nach zwei Strecken auf dem 20. Platz und hat keine Final-Chancen mehr.

Pechstein startete über 500 Meter gut, die Vorjahres-EM-Zweite kam in 40,01 Sekunden auf den achten Platz und verlor nicht allzu viel Zeit auf Wüst (39,69). Sablikova lief in 40,95 Sekunden nur auf Rang 16 und schüttelte danach den Kopf.

Die eigentlich gute Ausgangsposition nützte Pechstein jedoch nichts, die dreimalige Europameisterin kam über 3000 Meter nie richtig in Schwung und in 4:09,67 Minuten nur auf Rang neun. «Ich habe von Anfang an meinen Rhythmus nicht gefunden und kann deshalb auch nicht zufrieden sein», sagte Pechstein.

Den Streckensieg holte sich Wüst in 4:01,67 Minuten vor Sablikova (4:03,68) und de Vries (4:05,33). Beckert (4:06,45) wurde zwei Monate nach ihrem Weltcupsieg an gleicher Stelle diesmal nur Fünfte und belegt insgesamt Platz 19. «Es ist immer schwierig, mit dem Eis hier klar zu kommen, aber ich will mich nicht beklagen», meinte sie und sprach von der EM als Zwischenstation in der weiteren Saison. Beckert kann hoffen, dank ihrer 3000-Meter-Platzierung das 5000-Meter-Finale der besten Acht am Sonntag zu erreichen. Über 500 Meter wurde Beckert in 43,17 Sekunden nur Vorletzte.

Bei den Männern führt nach drei Strecken der niederländische Titelverteidiger Sven Kramer vor dem Norweger Havard Bökko und seinem Landsmann Jan Blokhuijsen. Kramer will mit dem sechsten Titel die Rekordmarke seines Landsmannes Rintje Ritsma einstellen und nimmt 5,7 Sekunden Vorsprung auf Bökko und 7,8 auf Blokhuijsen in die abschließenden 10 000 Meter mit.

Der Inzeller Moritz Geisreiter erreichte dank Platz sechs über 5000 Meter am Freitag das 10 000-Meter-Finale der besten Acht. Über 1500 Meter belegte der Inzeller am Samstag in 1:48,96 Minuten Platz 13 und meinte zum Final-Einzug: «Das ist eine Bestätigung, dass es schon wieder in die richtige Richtung geht.»

Nicht mehr dabei ist am Sonntag Robert Lehmann. Der Erfurter schied nach schwachen 1500 Metern am Samstag aus, fiel insgesamt auf Platz 20 zurück und verpasste damit auch die Qualifikation für die Allround-WM Mitte Februar in Hamar.

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