Paarläufer
Aljona Savchenko und Bruno Massot wollen eine EM-Medaille. Foto: Caroline Seidel

Aljona Savchenko und Bruno Massot wollen eine EM-Medaille. Foto: Caroline Seidel

dpa

Aljona Savchenko und Bruno Massot wollen eine EM-Medaille. Foto: Caroline Seidel

Bratislava (dpa) - Hinten anstellen ist nichts für das neue deutsch-französische Toppaar Aljona Savchenko und Bruno Massot.

«Wir werden uns auf unsere Programme fokussieren, und wenn unsere Elemente ohne Fehler sind, ist eine Medaille und auch der erste Platz möglich», sagt der Franzose vor den Europameisterschaften von Mittwoch an in Bratislava. Nach 18-monatiger Sperre wegen des Verbandswechsels wollen sie sich sofort oben einreihen. «Einen Podiumsplatz sollten sie schon erreichen», fordert auch Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU).

Sie sieht die Fortschritte des Nachfolgers von Robin Szolkowy an der Seite der fünfmaligen Weltmeisterin, der für Olympia bereits einen deutschen Pass beantragt hat: «Ich traue denen was zu, denn Bruno ist auf dem Weg, sich an das Niveau von Aljona heranzuarbeiten.» Besonders mit ihren hohen Würfen wollen sie die Preisrichter beeindrucken.

Zumal sich der Kreis der Konkurrenten in der slowakischen Hauptstadt lichtete: Erst sagten die russischen Titelverteidiger Yuko Kawaguti/Alexander Smirnow verletzt ab, dann mussten deren Landsleute Xenia Stolbowa/Fedor Klimow passen. Als Favoriten gehen die Olympiasieger Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow an den Start. Und auch den nachnominierten Jewgenia Tarassowa/Wladimir Morosow ist viel zuzutrauen: Die Russen werden ausgerechnet vom Chemnitzer Szolkowy trainiert. Die ebenfalls neu zusammengestellten Mari Vartmann/Ruben Blommaert (Düsseldorf/Oberstdorf) wollen einen Top-Ten-Platz.

Als erste auf das Eis muss in der Ondrej Nepela Arena die 16 Jahre alte Lutricia Bock. Die deutsche Meisterin aus Chemnitz gibt ihr internationales Debüt in dem von jungen Russinnen dominierten Feld und soll ihre Trainingsleistung abrufen. Von Nathalie Weinzierl wird schon mehr erwartet: «Sie war letztes Jahr verletzt und hat sich diese Saison gesteigert. Nathalie hat noch mehr in petto und könnte zwischen Platz sechs und acht erreichen», sagt Treitz. Vor zwei Jahren war die Mannheimer Studentin bereits EM-Achte geworden.

Bei den zwei deutschen Herren hängt fast alles am Sprungvermögen. Den Takt gibt der spanische Sprungkünstler Javier Fernandez vor, der Titel Nummer vier anstrebt. Schafft der Oberstdorfer Franz Streubel in Abwesenheit des verletzten Olympia-Achten Peter Liebers in beiden Programmen ein vierfaches Element, kann er sich an die besten Zehn herantasten. Mit dem Berliner Paul Fentz wird sich Streubel um das einzige Ticket zur WM im März nach Boston streiten. Gemeinsam wollen sie wieder zwei kontinentale Startplätze für die DEU sichern.

Das wird für die talentierten Eistanz-Newcomer Kavita Lorenz/Panagiotis Polizoakis aus Oberstdorf und die Dortmunder Katharina Müller/Tim Dieck bei ihrem Debüt nicht ganz einfach. Die jungen deutschen Meister Lorenz/Polizoakis trainieren aber beim russischen Starcoach Igor Schpilband in den USA - er gilt in der Szene als Medaillenschmied.

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