Amelie Kober
Nach ihrer Babypause: erster Weltcup-Sieg für Amelie Kober. Foto: Alessandro Della Bella

Nach ihrer Babypause: erster Weltcup-Sieg für Amelie Kober. Foto: Alessandro Della Bella

dpa

Nach ihrer Babypause: erster Weltcup-Sieg für Amelie Kober. Foto: Alessandro Della Bella

Sudelfeld (dpa) - Snowboarderin Amelie Kober hat bei ihrem Heimrennen den ersten Weltcup-Sieg seit ihrer Babypause gefeiert. Die Olympia-Zweite von 2006 setzte sich beim Parallel-Riesenslalom in Bayrischzell im Finale deutlich gegen die Österreicherin Marion Kreiner durch.

«Es ist total schön», meinte die 24-Jährige, die im September 2010 ihren Sohn Lorenz zur Welt gebracht hatte. «Der erste Sieg seitdem ich Mama geworden bin, ist Wahnsinn.» In Oberbayern hatte die Miesbacherin bereits im Februar 2010 gewonnen - ihr neunter und zuvor letzter Erfolg im Weltcup.

Selina Jörg scheiterte am Sudelfeld zwar im kleinen Finale an der Russin Jekaterina Tudegeschewa, machte aber als Vierte ein in der Spitze gutes deutsches Teamergebnis perfekt. Isabella Laböck schied im Achtelfinale aus, Anke Karstens als 18. und Rosa Czipf auf Rang 23 scheiterten am Sprung in die K.o.-Runde.

Nach einem Sturz in der Qualifikation war Kober als Achte in die Ausscheidungsläufe eingezogen. «Der Tag hat sehr holprig begonnen, sich aber noch zum Guten gewendet. Ich hatte heute einfach einen Lauf», sagte sie, nachdem sie ihren Erfolg mit einem Tänzchen im Zielraum gefeiert hatte.

Auf dem Weg in die Endläufe setzte sich Kober in einem packenden Halbfinale mit 0,12 Sekunden Vorsprung auf Tudegeschewa durch. Die neunmalige Weltcupsiegerin hatte zuvor Laböck in der Runde der besten 16 bezwungen und schlug auch Jörg locker im Aufeinandertreffen der Halbfinal-Verliererinnen. «Die Selina ist super gefahren, das freut mich total», sagte Kober, die Sohn Lorenz begleitet von ihrer Familie mit an die Strecke genommen hatte.

Bei den Herren kam ein SVD-Quartett nicht ins Viertelfinale. Patrick Bussler schied als Schnellster der Qualifikation in der Runde der besten 16 aus und wurde Neunter. Alexander Bergmann als 21. und Daniel Weis auf dem 36. Platz kamen nicht in die Finalläufe. Maximilian Köpf wurde disqualifiziert. Im österreichischen Finalduell bezwang Siegfried Grabner seinen Teamkollegen Lukas Mathies.

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