Inzell (dpa) - Die Erdbeben-Katastrophe hat die japanischen Eisschnellläufer bei der Weltmeisterschaft in Inzell mit großer Sorge erfüllt.

«Zwar hat keiner unserer Läufer irgendwelche negativen Nachrichten von den Familien aus der Heimat erhalten, aber es ist dennoch eine ganz schwierige Situation», meinte Trainer Akira Kuroiwa, der 1983 und 1987 selbst Weltmeister im Sprint-Vierkampf war.

Teamchef Toshiaki Imamura hoffte, dass sich die Anspannung nicht auf die Leistungen am letzten Wettkampftag niederschlagen würde. «Wir haben mit allen Läufern gesprochen. Sie sollen so gut laufen wie möglich», meinte er im Inzeller Mannschaftshotel «Falkenstein». Seit dem Unglück tragen die Japaner im Gedenken an die Opfer Trauerflor an ihrer Mannschaftskleidung.

Große Ungewissheit herrschte auch vor dem am Montag geplanten Rückflug. «Wir haben gehört, dass der Flughafen Narita in Tokio geschlossen ist. Gerüchte besagen, dass wir in einem anderen Ort wie Osaka landen könnten», sagte Imamura. Bisher gebe es nur wenige exakte Informationen aus der Heimat. «Uns wurde gesagt, dass die Auswirkungen des Reaktor-Unglücks nur eine Umgebung von 20 Kilometern betreffen. Wenn das stimmt, wird es bei der Rückreise vielleicht gar keine Probleme geben», sagte der Teamchef.

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