Lausanne (dpa) - Der Eislauf-Weltverband ISU hat allen Eisschnellläufern und Shorttrackern mit Sanktionen gedroht, wenn sie sich an dem von asiatischen Wettanbietern organisierten «Ice-Derby» beteiligen.

«Die ISU wird das Ice-Derby nicht sanktionieren, aber gegen alle Läufer vorgehen, die sich an dem Wettbewerb beteiligen», hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes. Als Grund wurden Verstöße gegen den Ethik-Code angegeben, die mit Disziplinarstrafen zu ahnden seien.

Das erste «Ice-Derby», das Komponenten des Eisschnelllaufs und des Shorttracks auf einer 220-Meter-Bahn vereint und auf ungewöhnlichen Strecken ausgetragen werden soll, ist für Mai 2014 in Dubai geplant. Eingeladen zur Premiere sind Olympiasieger und Medaillengewinner der Winterspiele von Sotschi aus beiden Sportarten, die mit hohen Antrittsgeldern gelockt werden. Insgesamt soll ein Etat von 500 Millionen US-Dollar (370 Millionen Euro) zur Verfügung stehen.

Als Vorbild der Veranstaltung gelten Keirin-Rennen der Bahnradsportler, bei denen in Japan und Südkorea jährlich Milliarden US-Dollar umgesetzt werden. Der dreitägige Testwettkampf in Dubai soll mit öffentlichen Geldern finanziert werden, Wetteinsätze sollen noch nicht angenommen werden. Der Eislauf-Weltverband ISU war 2011 erstmals über das Projekt informiert worden. Ziel der Veranstalter ist eine internationale Wettkampfserie in der Sommerpause der Eissportarten.

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