Insulanerin
Katie Tannenbaum stammt von den Jungferninseln. Foto: Ina Fassbender

Katie Tannenbaum stammt von den Jungferninseln. Foto: Ina Fassbender

dpa

Katie Tannenbaum stammt von den Jungferninseln. Foto: Ina Fassbender

Winterberg (dpa) - Von der Karibik-Insel Saint Thomas in den WM-Eiskanal von Winterberg: Katie Tannenbaum von den Amerikanischen Jungferninseln ist nicht die erste Exotin im Skeletonsport. Zuvor versuchten sich schon die Australierinnen und Neuseeländerinnen.

Nachteile für sich sieht sie nicht. «Für die anderen Mädchen sind die Bahnen im Sommer ja auch geschlossen», meinte die 29-Jährige, die auf der Olympia-Bahn von 2002 in Park City trainiert.

Mit Vertretern anderer kleiner Skeleton-Nationen wie Belgien, Bulgarien, Brasilien oder Polen teilt sie sich auf Vermittlung des Weltverbandes FIBT den amerikanischen Trainer Caleb Smith. Die Gelder für den außergewöhnlichen Sport sind in der Heimat knapp, selbst wenn die junge Frau dank des nationalen Tourismus-Verbandes über einen kleinen Sponsor verfügt.

Den Grundstein für die weiten Reisen im Winter legt sie im Sommer daheim als Mathematik-Lehrerin. Den Anstoß für die Karriere im Eiskanal gab es beim Besuch der Skeleton-Rennen 2010 in Whistler. «Ich wollte die coole Disziplin selbst ausprobieren», sagte sie.

Mittlerweile fährt sie seit drei Jahren auf den europäischen Bahnen. Bei der WM in Winterberg soll es mindestens Rang 25 werden. Und im kommenden Winter will sie dann erstmals im Weltcup mitfahren.

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