Klobenstein (dpa) - Im Jahr eins nach dem Wechsel auf der Trainerposition der deutschen Eisschnellläufer fährt Chefcoach Markus Eicher einen harten Kurs.

«So wie bisher unter Bart Schouten konnte es nicht weitergehen. Wir haben in gewisser Weise die Diktatur in den Trainingsabläufen wieder eingeführt», erklärte Eicher bei den Europameisterschaften in Klobenstein mit Blick auf die zu weiche Welle des Niederländers, bei dem die Athleten fast selber festlegen durften, wann und wie oft sie trainierten. Schoutens Vertrag war nach den desaströs verlaufenen Olympischen Winterspielen nicht verlängert worden.

Laut Eicher habe es nach den unbefriedigenden Leistungen in den zurückliegenden Wochen auch oft Unmut und Stress im Männer-Team gegeben. Um den härteren Kurs zu bekräftigen, griff das Trainerteam mit Beginn des Jahres nun sogar zu disziplinarischen Maßnahmen. «Wir haben zum Beispiel mehrere Wochen geredet, dass wir von jedem Kader- Athleten exakte Aufzeichnungen über sein Training erwarten. Einige haben sich nicht dran gehalten - da mussten wir handeln und haben ab dem 1. Januar Geldstrafen bei Verstößen verhängt», räumte Eicher ein. «Die Athleten haben durch Bundeswehr und Bundespolizei optimale Bedingungen - da muss man einfach erwarten dürfen, dass sie voll mitziehen», sagte der Inzeller.

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