Sieg
Francesco Friedrich (r) und Martin Grothkopp gewannen den Zweierbob-Weltcup in Altenberg. Foto: Arno Burgi

Francesco Friedrich (r) und Martin Grothkopp gewannen den Zweierbob-Weltcup in Altenberg. Foto: Arno Burgi

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Francesco Friedrich (r) und Martin Grothkopp gewannen den Zweierbob-Weltcup in Altenberg. Foto: Arno Burgi

Altenberg (dpa) - Auf Francesco Friedrich ist Verlass. Der dreimalige Zweierbob-Weltmeister hat auf seiner Heimbahn in Altenberg den Weltcup in seiner Spezialdisziplin gewonnen.

Der Oberbärenburger setzte sich mit Anschieber Martin Grothkopp nach zwei Läufen mit Bahnrekord und 0,64 Sekunden Vorsprung vor dem Russen Alexander Kasjanow durch. Dritter wurde der Lette Oskars Kibermanis. Der Oberbärenburger Nico Walther, der mit dem viermaligen Olympiasieger Kevin Kuske nach Lauf eins noch Zweiter war, fiel auf Rang sechs zurück. Der für den BC Stuttgart fahrende Berchtesgadener WM-Zweite Johannes Lochner kam mit Christian Rasp auf einen enttäuschenden elften Platz.

Friedrich unterbot schon im ersten Durchgang mit 54,48 Sekunden den elf Jahre alten Bahnrekord (54,64) des 2014 zurückgetretenen Russen Alexander Subkow. Den von Andre Lange/Kevin Kuske gehaltenen Startrekord von 5,12 Sekunden aus dem Jahr 2003 verpasste Friedrich nur knapp um drei Hundertstel.

«Mir sind wirklich zwei starke Läufe gelungen und auch am Start waren wir einfach klasse», meinte Friedrich. Beim dritten Weltcup-Rennen in diesem Winter war erstmals wieder die komplette Weltelite vertreten, da auch der Lette Oskars Melbardis nach seinen Rückenproblemen sowie der Schweizer Beat Hefti wieder ins Weltcupgeschehen eingestiegen sind.

Zuletzt hatten die Deutschen den Wettkampf in Lake Placid ausgelassen und lieber Material auf den deutschen Heimbahnen getestet. «Wir sind da voll im Plan, alle ziehen mit. Nach dieser Saison muss sich nach einer intensiven Auswertung jeder Pilot oder Pilotin auf einen Schlittenfabrikat festlegen. In der Olympia-Saison wird dann nur dieser Bob gefahren», betonte Cheftrainer René Spies.

Bis dahin ist genau festgelegt, ob Friedrich und Co. in den Rennen Schlitten aus der Berliner Schmiede des staatlichen Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) oder Wallner-Bobs aus Tirol fahren. Für die Piloten ist dieses Hin und Her nicht einfach. «Wenn man sieben Jahre lang nur FES-Material gefahren ist, gibt es schon noch einige Umstellungsprobleme aufgrund der verschiedenen Lenksysteme», sagte Bundestrainer Gerd Leopold, der zugleich der Heimcoach von Friedrich und Walther ist.

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