Innsbruck (dpa) - Die Siegesserie der deutschen Bobpilotinnen ist gerissen - doch mit Platz zwei hat Anja Schneiderheinze-Stöckel in Innsbruck ein starkes Weltcup-Debüt als Steuerfrau abgeliefert.

Mit ihrer Anschieberin Kristin Senkel musste die für den BSC Winterberg startende Olympiasiegerin von 2006 - damals als Anschieberin von Sandra Kiriasis - nur den amerikanischen Vorjahressiegerinnen Shauna Rohbock/Valerie Fleming um 9/100 Sekunden den Vortritt lassen. Dritte wurden die Schweizerinnen Fabienne Meyer/Hanne Schenk.

Die mit einer Fußverletzung gehandicapt ins Rennen gegangene Cathleen Martini aus Oberbärenburg fuhr beim Saison-Debüt ihrer Stammanschieberin Romy Logsch auf einen respektablen sechsten Rang. «Ich habe mich klassisch verfahren. Zwei Fehler darf man sich hier nicht erlauben», sagte die Sächsin, die im Vorjahr auf dieser Bahn Europameisterin wurde. Platz sechs musste sie sich sogar noch mit der zeitgleichen Winterbergerin Kiriasis teilen, die von Stephanie Schneider angeschoben wurde. In der Weltcup-Gesamtwertung verteidigte Kiriasis ihre souveräne Führung.

Die einstige Eisschnellläuferin Schneiderheinze-Stöckel, die Mitte November beim Europacup auf dieser Bahn siegte, hatte trotz falscher Kufenwahl am Ende gut lachen. «Das ist schon eine kleine Sensation. Ich war wirklich aufgeregt vor dem Start. Jetzt muss ich konstant weiterfahren und bei den nächsten Weltcups mithalten. Das große Ziel bleibt die WM in Königssee», sagte die gebürtige Erfurterin, die seit ihrem Wechsel von der Anschieber- auf die Pilotenposition 2006 lange auf ihre Einsatzchance im Weltcup warten musste.

Erst nach Platz zwei bei den deutschen Meisterschaften in Winterberg hinter Kiriasis verdrängte sie die Oberhoferin Stefanie Szczurek aus dem Weltcup-Kader und will nun ihre WM-Teilnahme in Königssee perfekt machen.

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