Sandra Kiriasis (l) und Berit Wiacker freuen sich über den Sieg.
Sandra Kiriasis (l) und Berit Wiacker freuen sich über den Sieg.

Sandra Kiriasis (l) und Berit Wiacker freuen sich über den Sieg.

dpa

Sandra Kiriasis (l) und Berit Wiacker freuen sich über den Sieg.

Winterberg (dpa) - Die Siegesserie der deutschen Bobpilotinnen bei Europameisterschaften hält an: Lokalmatadorin Sandra Kiriasis holte in Winterberg ihren bereits fünften EM-Titel seit der ersten Austragung 2004 und entthronte Titelverteidigerin Cathleen Martini aus Oberbärenburg.

Martini konnte bisher drei Siege verbuchen konnte. Kiriasis legte mit Anschieberin Berit Wiacker den Grundstein für den Erfolg im ersten Durchgang, als sie der Konkurrenz trotz unruhiger Fahrt über zwei Zehntelsekunden abnahm. Im Finallauf ließ sie nichts mehr anbrennen und verwies in der Bahnrekordzeit von 57,40 Sekunden ihre ehemalige Anschieberin Anja Schneiderheinze-Stöckel, mit der sie 2006 in Turin Olympiasiegerin geworden war, mit 49/100 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. EM-Dritte wurden als Gesamt-Vierte die Niederländerinnen Esme Kamphuis/Judith Vis, Weltcup-Dritte die Amerikanerinnen Shauna Rohbock/Valerie Fleming.

«Der erste Lauf war echt beschissen, der zweite Lauf war so wie man sich einen Durchgang wünscht, mit Bahnrekord», sagte Kiriasis, die zugleich ihren vierten Saisonsieg im parallel ausgetragenen Weltcup-Rennen feierte und somit ihre Führung im Gesamt-Weltcup weiter ausbaute.

Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz der Brasilianerin Fabiana Santos im ersten Lauf. Die Debütantin drehte sich vor der Zielkurve im Labyrinth zwischen den Kurven 11 und 13 mit ihrem Zweierbob auf den Rücken und verlor bei der Bandenberührung ihren Helm. Nach erster Diagnose kam sie mit Prellungen und Abschürfungen im Kopf- und Nackenbereich noch relativ glimpflich davon.

Bei ihrem ersten Titelkampf als Pilotin präsentierte sich Schneiderheinze-Stöckel bärenstark mit Anschieberin Christin Senkel, nachdem beide in der Vorwoche mit Platz zwei in Innsbruck/Igls ihren ersten Podestplatz im Weltcup geholt hatten. «Ich habe erneut die Chance genutzt und bin überglücklich», sagte die gebürtige Erfurterin, die für den BSC Winterberg startet. Nun peilt sie die Heim-WM im Februar in Königssee an.

Unzufrieden und unglücklich fühlte sich die mit einer Kapselverletzung am Fuß gehandicapt ins Rennen gegangene Cathleen Martini. «Momentan fehlt mir ein wenig der Spaß, ich fühle mich ein wenig lustlos. Ich dachte, mit Romy Logsch kommt irgendwie der Spaß zurück. Mit der Verletzung kam der Stress und dies bleibt im Kopf drin. Das sind alles Dinge, die ein wenig hemmen. Ich hoffe, die Lockerheit kommt schnell zurück», sagte Martini, die als Gesamt-Fünfte auf EM-Rang vier landete.

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