Die Sperre für Dmitri Trunenkow hat wenig Auswirkungen, weil er seine Karriere bereits beendet hat. Foto: Tobias Hase
Die Sperre für Dmitri Trunenkow hat wenig Auswirkungen, weil er seine Karriere bereits beendet hat. Foto: Tobias Hase

Die Sperre für Dmitri Trunenkow hat wenig Auswirkungen, weil er seine Karriere bereits beendet hat. Foto: Tobias Hase

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Die Sperre für Dmitri Trunenkow hat wenig Auswirkungen, weil er seine Karriere bereits beendet hat. Foto: Tobias Hase

Moskau (dpa) - Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada hat in einem ungewöhnlichen Schritt sieben Sportler wegen Dopings gesperrt - an der Spitze den Viererbob-Olympiasieger von 2014, Dmitri Trunenkow. Für ihn gelte rückwirkend vom 19. April 2016 eine Sperre von vier Jahren.

Das teilte die Agentur in Moskau mit. Der inzwischen zurückgetretene Trunenkow war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi vor drei Jahren Anschieber im Team von Goldpilot Alexander Subkow, der mittlerweile den russischen Bobverband leitet. Die Vorwürfe hätten aber mit Sotschi nichts zu tun, sagte Subkow der Agentur Interfax. «Es geht um 2016.»

Trunenkow wies die Vorwürfe zurück und nannte sie «eine der üblichen Provokationen gegen den ganzen russischen Sport», wie die Agentur Interfax meldete. In seinem Organismus sei angeblich Stanozolol nachgewiesen worden. «Dieses Präparat haben schon Sportler in den 80er Jahren eingenommen, und man müsste ein völliger Idiot sein, um es heute noch zu nehmen», sagte Trunenkow.

Er ließ dabei außer Acht, dass die Disqualifizierung nicht im Zusammenhang mit den Berichten der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA über Staatsdoping in Russland steht. Diese werden in der traditionsreichen Sportnation als Kampagne des Westens betrachtet. Die jetzige Strafe wurde dagegen vom russischen Bobverband und der Rusada verhängt.

Der Agentur fehlt zwar noch die internationale Wiederzulassung, sie wird aber unter neuer Leitung reformiert. Die Sperre hat für Trunenkow wenig Auswirkungen, weil er seine Karriere im Sommer 2016 beendet hat. Auch die Goldmedaille darf er behalten.

Ebenfalls für vier Jahre sperrte Rusada den Geher Alexander Jargunkin, der kurz vor der Leichtathletik-WM 2015 positiv getestet worden war. Disqualifiziert wurde auch der Speerwerfer German Komarow. Die Ruderin Juli Solomenzewa erhielt ein Jahr Sperre, weil sie sich Dopingtests entzogen hatte. Außerdem wurden die Ringer Turpal Chatujew und Adlan Minapow und die Gewichtheberin Viktoria Kossenkowa gesperrt.

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