Cathleen Martini (r) gewann mit Anschiebrein Berit Wiacker den Weltcup in Königssee. Foto: Tobias Hase
Cathleen Martini (r) gewann mit Anschiebrein Berit Wiacker den Weltcup in Königssee. Foto: Tobias Hase

Cathleen Martini (r) gewann mit Anschiebrein Berit Wiacker den Weltcup in Königssee. Foto: Tobias Hase

dpa

Cathleen Martini (r) gewann mit Anschiebrein Berit Wiacker den Weltcup in Königssee. Foto: Tobias Hase

Königssee (dpa) - Cathleen Martini hat einfach Gefühl an den Lenkseilen und trifft selbst im Schneegestöber die Ideallinie: Die Weltmeisterin hat den Zweierbob-Weltcup in Königssee in souveräner Manier gewonnen.

Nach zwei Durchgängen setzte sich die frischgebackene Europameisterin aus Oberbärenburg mit Anschieberin Berit Wiacker klar durch. Das Duo hatte 54/100 Sekunden Vorsprung vor der kanadischen Olympiasiegerin Kaillie Humphries und der zeitgleichen Schweizerin Fabienne Meyer. Humphries hatte zuletzt nach dem Sturz ihres Teamkollegen Chris Spring auf einen Start in Altenberg verzichtet. Der kanadische Pilot hat das Krankenhaus in Dresden mittlerweile verlassen und die Heimreise angetreten.

Für Martini war es bei der fünften Weltcup-Station der dritte Weltcupsieg hintereinander. Damit baute sie auch ihre Führung im Gesamt-Weltcup aus und gilt nun als große Favoritin auf die Kristallkugel, die Sandra Kiriasis aus Winterberg zuletzt neunmal hintereinander gewann. Die Olympiasiegerin von 2006 wartet immer noch auf den ersten Saisonsieg und landete nach zwei zweiten Plätzen diesmal auf Rang vier. Zwischen den Läufen musste ihre verletzte Anschieberin Petra Lammert von Lisette Thöne ersetzt werden.

«Na klar will ich den Gesamt-Weltcup auch mal gewinnen. Heute ist mir im ersten lauf eine Super-Fuhre gelungen, das war die halbe Miete. Der zweite Lauf war eigentlich normal, doch meine Kiste läuft einfach», sagte Martini, die in diesem Winter sogar auf ihre etatmäßige Stammanschieberin Romy Logsch aus Leipzig verzichten muss. «Es ist sicherlich schwer, nicht dabei zu sein, aber die Rehabilitationsmaßnahmen laufen gut, und zur neuen Saison greife ich wieder voll an», sagte Weltmeisterin Logsch. Nach dem kapitalen Olympia-Sturz in Vancouver laboriert sie noch immer an den Folgen einer langwierigen Verletzung.

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