Innsbruck/Igls (dpa) - Die deutschen Bobpiloten haben erstmals in diesem Winter einen Podestplatz verpasst. Beim Zweierbob-Weltcup in Innsbruck/Igls musste sich Thomas Florschütz aus Riesa mit Anschieber Kevin Kuske den vierten Rang mit dem zeitgleichen Duo Manuel Machata/Andreas Bredau teilen.

Nach zwei Läufen verpassten beide Teams den dritten Rang um eine Hundertstelsekunde. Der Sieg ging an den Schweizer Beat Hefti vor dem Russen Alexander Subkow, der auch die Weltcup-Führung von Machata mit zehn Punkten Vorsprung übernahm. Dritter wurde der Italiener Simone Bertazzo. Karl Angerer aus Königssee landete mit Alexander Mann auf Rang acht.

«Das war ein Dämpfer zur richtigen Zeit», sagte Cheftrainer Christoph Langen, der dennoch gut lachen hatte: Immerhin hielt sein 1999 zusammen mit Markus Zimmermann aufgestellter Start- und Bahnrekord (4,98/51,91 Sek.). Seine Schützlinge stellten sich auf den entscheidenden ersten 50 Metern nicht so geschickt an. «Bei Florschütz und Kuske war es wohl eine klassische Fehlzündung, da fehlt noch ein wenig die Abstimmung am Start», sagte Langen. «Wir sind zurück im Weltcup-Geschehen, doch ein wenig mehr habe ich schon erwartet», meinte Florschütz.

Der viermalige Bob-Olympiasieger André Lange warb als TV-Experte um Geduld für seinen langjährigen Partner Kuske und seinen einstigen Konkurrenten Florschütz: «Es kommt am Start wirklich auf die Kleinigkeiten an. Beide müssen Ruhe bewahren und sich gezielt auf die Heim-WM im Februar in Königssee vorbereiten.»

Angerer dagegen verlor wichtige Zehntel am Start, weil er nach Angaben von Cheftrainer Langen zu weit gelaufen war. Machata hatte im ersten Durchgang einen dicken Patzer in Kurve neun und verlor so wertvolle Zeit. Gerade auf der relativ leicht zu fahrenden Gleiterbahn in Innsbruck/Igls ist der Start von großer Bedeutung, da die hohe Geschwindigkeit erst sehr spät aufgenommen wird. Dadurch multipliziert sich jeder kleine Fehler im oberen Bereich gleich dreifach bis ins Ziel der 1217 Meter langen Eispiste.

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