Bobpiloten
Die Bobpiloten Karl Angerer (l) und Manuel Machata bei einem PR-Termin.

Die Bobpiloten Karl Angerer (l) und Manuel Machata bei einem PR-Termin.

dpa

Die Bobpiloten Karl Angerer (l) und Manuel Machata bei einem PR-Termin.

München (dpa) - Die deutschen Bobfahrer blicken nach ihrem eindrucksvollen Saisonstart bei den Weltcup-Rennen in Übersee mit wachsender Ungeduld der Heim-Weltmeisterschaft am Königssee entgegen.

«Alle deutschen Piloten haben auf einer deutschen Bahn die Chance zu gewinnen oder eine Medaille zu holen», sagte der Weltcup-Führende Manuel Machata bei einem Pressetermin in München.

Auch Karl Angerer möchte ein Jahr nach seinem Olympiastart in Vancouver bei den Titelkämpfen im Februar auf seiner Heimbahn aufs Podest fahren. «Die WM ist das nächste große Ziel. Ich will eine Medaille holen, am liebsten im Zweier und Vierer. Wir wollen bei der WM Höchstleistung bringen», sagte der 31-Jährige. Zuvor aber wolle man den Konkurrenten aus Russland, Kanada und den USA schon bei den Weltcup-Rennen in Europa «einheizen», erklärte Angerer.

Die beiden WM-Lokalmatadoren aus Berchtesgaden können einen Tag nach Weihnachten erstmals die umgebaute Bob- und Rodelbahn am Königssee hinunterrasen. Vier Trainingstage sind angesetzt. «Wir wollen so viele Fahrten wie möglich machen», sagte Angerer, um den Heimvorteil bei den Titelkämpfen vom 14. bis 27. Februar auch nutzen zu können. «Zu 90 Prozent» sei die Bahn gleichgeblieben, sagte Angerer. Nur die Echowand-Kurve wurde im Radius erweitert. Der Mitfavoritenrolle ist sich der erfahrene Angerer bewusst: «Wenn Deutschland nicht auf dem Podium steht, ist gleich die Frage, was ist los», sagte er zur öffentlichen Erwartungshaltung.

Der für Potsdam startende Weltcup-Neuling Machata will sich nach seinem Traumstart und der Führungsposition im Zweier- und Viererbob dennoch nicht unter Druck setzen lassen. «Gar nichts ändert sich durch den überraschenden Saisonstart für mich. Ich will immer mein Bestes geben», sagte der 26-Jährige, der mit 19 erstmals in einem Bob saß. Der Einstandssieg im Weltcup ausgerechnet auf der schwierigen Olympiabahn im kanadischen Whistler hat den Berchtesgadener «extrem motiviert». Selbst an Heiligabend wird er trainieren.

Nach dem gelungenen Saisonstart gab es von Angerer auch ein Lob für den neuen Bundestrainer Christoph Langen und dessen Stab. Er sei vorher «nicht der Befürworter» des Olympiasiegers gewesen, aber Langen habe ihn beim Aufenthalt in Nordamerika überzeugt. «Das ganze Bobfahren ist anders. Die Arbeit, die er leistet, ist gut. Er geht komplett neue Wege und setzt auf ein Teamgefüge. Wir sind jetzt ein deutsches Team.» Bei der WM soll sich das mit Medaillen auszahlen.

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