Bob-Pilot Manuel Machata und sein Bremser Andreas Bredau rasen durch den Eiskanal.
Bob-Pilot Manuel Machata und sein Bremser Andreas Bredau rasen durch den Eiskanal.

Bob-Pilot Manuel Machata und sein Bremser Andreas Bredau rasen durch den Eiskanal.

dpa

Bob-Pilot Manuel Machata und sein Bremser Andreas Bredau rasen durch den Eiskanal.

Königssee (dpa) - Das gab es seit der deutschen Wiedervereinigung noch nie. Cheftrainer Christoph Langen kann bei der Heim-Weltmeisterschaft in Königssee, die in der nächsten Woche beginnt, eine Armada von vier Männer-Bobs pro Disziplin an den Start bringen.

Dank der neuen Quotenregelung, nach der die besten Nationen mit drei Bobs starten dürfen, und der zusätzlichen Tickets über die Junioren-WM muss der Chefcoach seine ehrgeizige WM-Zielstellung von den ersten drei Plätzen überdenken. Scherzhaft liebäugelt er vor der WM nun mit den ersten vier Rängen. «Ja klar, das wäre nur logisch, doch wir wollen doch auf dem Boden bleiben», sagte Langen lachend unmittelbar nach seiner Rückkehr von der Junioren-WM aus Park City.

Nachdem Langen mit seinen Bundestrainer-Kollegen bei einer Kurzanalyse des abgelaufenen Weltcup-Winters «ein großes Manko am Start» bilanzierte, bekommen die WM-Starter nach einer kurzen Regeneration den letzten WM-Schliff. «Fakt ist, dass wir im Durchschnitt am Start zu weit hinten sind. Doch so viel kann man jetzt nicht mehr machen. Das Team muss mal kurz abschalten, regenerieren und dann auf den Punkt topfit an den Start gehen», sagte Langen.

Er will in den Bob-Besetzungen keine großen Veränderungen vornehmen. Punktuell soll es nach Absprache mit den Piloten Manuel Machata, Karl Angerer und Thomas Florschütz nur «minimale Optimierungen geben».

Über das zusätzliche Ticket freuten sich die neuen Junioren-Weltmeister Francesco Friedrich aus Oberbärenburg und Maximilian Arndt aus Oberhof. Auf der Olympia-Bahn von Park City siegte Friedrich mit Anschieber Marko Hübenbecker vor dem favorisierten Thüringer Schlitten mit Arndt und dem ehemaligen Lange-Anschieber Martin Putze. «Ich hatte vorher ja schon angedeutet, dass ich bei der Vergabe ein Wörtchen mitreden wollte», sagte Friedrich. Im Viererbob drehte Arndt den Spies um und gewann souverän vor Friedrich.

«Leider ist die Rechnung bei den Frauen nicht aufgegangen», meinte Langen angesichts des dritten Platzes von Stefanie Szczurek aus Oberhof, die mit Franziska Bertels fuhr. Der Sieg ging an die Britin Paula Walker vor der Amerikanerin Elana Meyers. Das endgültige WM- Team der Frauen mit den drei Bobs will Langen in Kürze bekanntgeben.

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