Aufgetrumpft
Maximilian Arndt machte im Natureiskanal die wenigsten Fehler. Foto: Arno Balzarini

Maximilian Arndt machte im Natureiskanal die wenigsten Fehler. Foto: Arno Balzarini

dpa

Maximilian Arndt machte im Natureiskanal die wenigsten Fehler. Foto: Arno Balzarini

St. Moritz (dpa) - Die deutschen Bobs haben ihre Erfolgsserie im Schweizer Engadin fortgesetzt. Einen Tag nach dem Triumph von Anja Schneiderheinze aus Winterberg fuhr auch der Oberhofer Maximilian Arndt zum Weltcup-Sieg.

Mit Anschieber Marko Hübenbecker verwies er am Samstag nach zwei Läufen die Schweizer Topfavoriten Beat Hefti/Thomas Lamparter mit 16/100 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde Manuel Machata vom SC Potsdam mit Bremser Andreas Bredau. Mit der drittbesten Laufzeit im zweiten Durchgang katapultierte sich das Duo noch von Platz sechs auf Rang drei vor.

«Es passte heute mal wieder alles. Wir sind überglücklich, denn Beat Hefti hier auf seiner Heimbahn zu schlagen ist schon etwas wert», meinte Arndt, während Weltcup-Debütant Francesco Friedrich aus Oberbärenburg nur schwer zu trösten war. «Tja, was soll ich sagen? Ich habe es eigentlich erst im Ziel gemerkt. Und am Start war es plötzlich so schwer am Bügel», sagte Europacupsieger Friedrich, der für den verletzten Thomas Florschütz aus Riesa (Wadenbeinbruch) eingesprungen war. Beim Start rutschte sein Friedrich-Anschieber Jannis Bäcker beim ersten Schritt aus und kam nicht mehr in den Bob. Pilot Friedrich merkte das erst im Ziel, als über 3,5 Sekunden auf den Spitzenreiter fehlten und er mit hoher Geschwindigkeit in die gummierten Auslaufmatten fuhr. Das Team wurde daraufhin disqualifiziert.

Die Organisatoren und Helfer in St. Moritz schieben aufgrund des anhaltenden Schneefalls seit Tagen nur Sonderschichten an der ältesten und einzigen Natureisbahn der Welt, die als größte «Schneeskulptur» der Welt gilt. Denn jedes Jahr wird die traditionsreiche Strecke vom rund 15-köpfigen Bahnbauerteam aus 5000 Kubikmeter Schnee, 4000 Kubikmeter Wasser und viel Schweiß auf 1722 Meter Länge errichtet. Daher gibt es keine Bahnrekorde, sondern nur Saisonbestzeiten.

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