Schmerzen
Der Einsatz von Andrea Henkel beim Weltcup in Oberhof ist nicht sicher. Foto: Hendrik Schmidt

Der Einsatz von Andrea Henkel beim Weltcup in Oberhof ist nicht sicher. Foto: Hendrik Schmidt

dpa

Der Einsatz von Andrea Henkel beim Weltcup in Oberhof ist nicht sicher. Foto: Hendrik Schmidt

Antholz (dpa) - Die richtige Schießbahn hatte Magdalena Neuner in Antholz schnell gefunden. «Ich bin nicht die Erste, der das passiert ist», sagte die Rekordweltmeisterin und konnte nach dem Training schon wieder über ihre Fehlschüsse von Nove Mesto lachen.

«Ich kann ja schießen. Ich bin jetzt nicht traumatisiert bis an mein Lebensende», sagte sie drei Tage nach ihrem Missgeschick. «Antholz ist für mich immer ein schönes Pflaster. Vor allem, weil das Wetter immer schön ist», sagte Neuner, hob die Arme und blickte auf die schneebedeckten Gipfel. Und natürlich auch, weil die Doppel-Olympiasiegerin und zweimalige Gesamtweltcup-Gewinnerin in der Südtirol-Arena 2007 die ersten drei ihrer zehn WM-Titel gewonnen hat.

Für ihre Freundin Nadine Horchler, die für die kranke Sabrina Buchholz ins deutsche Biathlon-Team gerutscht ist, gab es unter dem strahlend blauen Himmel eine kräftige Umarmung. «Ich habe es erst erfahren, als ich aufgestanden bin. Da war eine SMS auf dem Handy», erzählte Neuner.

Horchler könnte sogar in der Damen-Staffel am Samstag laufen, denn Andrea Henkel klagt über Fußschmerzen und bangt um den Start im Damen-Sprint am Donnerstag. «Es kann sein, dass wir erst kurz nach dem Anschießen entscheiden, ob sie laufen kann», sagte Damen-Bundestrainer Ricco Groß. «Die Andrea kann kaum gehen, aber sie wird ganz normal am Start stehen», glaubt Neuner.

Bei den Männern sind Michael Greis und Michael Rösch zurück. Rösch nach seiner kurzzeitigen Rückstufung, Greis nach seiner Wettkampf-Auszeit. «Vor allem am Schießstand hat es im Training wieder sehr gut funktioniert. Auch wenn ich sicherlich nicht hundertprozentig einschätzen kann, wo ich derzeit stehe. Aber natürlich würde ich mir einen guten Wiedereinstieg wünschen», sagte Greis, der im Sommer mit einer Verletzung sechs Wochen hatte pausieren müssen und nun Kraft getankt hat.

Der Schießstand war vor allem Neuners Thema in den letzten Tagen. Mit ihrem Psychologen hat die 24-Jährige ihr Crossfire, ihre Treffer auf die falschen Scheiben, die ihr letztendlich den 29. Weltcup-Sieg gekostet haben, aufgearbeitet. «Für mich ist das erledigt. Das ist doch Schnee von gestern. Ich finde, das Thema interessiert auch keinen mehr», beendete sie die Diskussion.

Im Sprint-Wettkampf will sie wieder weit vorne ankommen. «Das wäre das Ziel. Ich bin schon anspruchsvoll geworden in letzter Zeit. So ein Podestplatz wäre schon schön.» Es wäre ihr zehnter im 13. Saisonrennen auf ihrer Abschiedstour, die sie bislang ganz im Gegensatz zu den letzten Jahren ohne Krankheitspause absolviert hat. «Ich denke, ich habe immer gut auf meinen Körper geachtet. Das ist sicherlich auch eine Kopfsache. Ob man sehr viel Stress hat oder ob man da entspannter ist. Ich muss sagen, ich bin ziemlich entspannt zur Zeit. Ich habe einfach Spaß an dem, was ich tue.»

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