Der Tscheche Michal Slesingr teilte mit, dass ein Weltcup-Boycott durch Biathleten vorerst vom Tisch ist. Foto: Angelika Warmuth
Der Tscheche Michal Slesingr teilte mit, dass ein Weltcup-Boycott durch Biathleten vorerst vom Tisch ist. Foto: Angelika Warmuth

Der Tscheche Michal Slesingr teilte mit, dass ein Weltcup-Boycott durch Biathleten vorerst vom Tisch ist. Foto: Angelika Warmuth

dpa

Der Tscheche Michal Slesingr teilte mit, dass ein Weltcup-Boycott durch Biathleten vorerst vom Tisch ist. Foto: Angelika Warmuth

Oberhof (dpa) - Ein wegen des russischen Dopingskandals von Frankreichs Biathlon-Star Martin Fourcade ins Spiel gebrachter Weltcup-Boykott ist vorerst vom Tisch.

«Ein Boykott steht nicht an. Wir werden einen Forderungskatalog an die IBU stellen und sehen dann weiter», sagte der Tscheche Michal Slesingr in Oberhof. Wie «Biathlon im Ersten» auf seiner Facebook berichtete, hatte Slesingr gemeinsam mit Fourcade und dem US-Amerikaner Lowell Bailey das Athleten-Treffen einen Tag vor dem Weltcup-Auftakt angeregt.

90 Minuten diskutierten die Sportler verschiedener Nationen. Von den Deutschen waren Franziska Hildebrand, Simon Schempp, Benedikt Doll und Erik Lesser dabei. Sie äußerten sich nicht.

Auch Männer-Bundestrainer Mark Kirchner glaubt nicht, dass ein möglicher Boykott etwas Zählbares bringt. «Wenn sich der Erfolgreichste, der das meiste Gehör findet, voranstellt, ist das zu begrüßen. Aber ich sehe es immer sehr dezent, was am Ende die Auswirkungen dessen sind, was man da macht», sagte Kirchner.

Fourcade hatte nach Bekanntwerden des Skandals um mutmaßliches russisches Staatsdoping einen Boykott ins Spiel gebracht, sollte der Biathlon-Weltverband IBU bei stichhaltigen Beweisen nicht rigoros gegen den russischen Verband vorgehen. Im zweiten McLaren-Report waren insgesamt 31 russische Skijäger genannt worden.

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