Gottlieb Taschler ist nicht länger Chef-Organisator des Weltcups in Antholz. Foto: Martin Schutt
Gottlieb Taschler ist nicht länger Chef-Organisator des Weltcups in Antholz. Foto: Martin Schutt

Gottlieb Taschler ist nicht länger Chef-Organisator des Weltcups in Antholz. Foto: Martin Schutt

dpa

Gottlieb Taschler ist nicht länger Chef-Organisator des Weltcups in Antholz. Foto: Martin Schutt

Antholz (dpa) - Der vom Biathlon-Weltverband IBU wegen eines Dopingverfahrens gesperrte Top-Funktionär Gottlieb Taschler ist nicht länger Chef-Organisator des Weltcups in Antholz.

Der frühere IBU-Vize-Präsident wurde vor dem Weltcup-Start in der Südtirol-Arena durch Lorenz Leitgeb ersetzt. Auf diese personelle Änderung hatte der Weltverband IBU gedrängt. Im italienischen Antholz beginnt am 19. Januar der letzte Weltcup vor der WM im Februar in Hochfilzen.

Die IBU hatte die Sperre gegen Taschler schon im Dezember vergangenen Jahres bis Juni 2018 ausgeweitet. «Der Kampf gegen Doping ist nicht einfach und eine unserer Top-Prioritäten», erklärte IBU-Chef Anders Besseberg. «Dies ist wichtig, um die Zukunft unseres Sports zu sichern und das Vertrauen unserer Teams, AthletInnen, Mitgliedsverbände, Partner und Fans aufrecht zu erhalten.»

Ende 2014 waren die Doping-Vorwürfe gegen Taschler laut geworden, nachdem die «Gazzetta dello Sport» Mitschnitte von Telefongesprächen veröffentlicht hatte. Daraus ging hervor, dass Taschlers Sohn Daniel, der ebenfalls Biathlet ist, den lebenslang gesperrten Dopingarzt Michele Ferrari von 2010 an mehrmals getroffen hatte, nachdem sein Vater den Kontakt zwischen beiden hergestellt hatte. Im Gerichtsverfahren soll der Funktionär laut der Nachrichtenagentur Ansa am 31. Januar vor dem Landgericht Bozen angehört werden.

Noch Ende November war der frühere Olympia- und WM-Teilnehmer Taschler als Antholzer OK-Chef mit einer Delegation im italienischen Außenministerium in Rom empfangen worden, um für Unterstützung für die nach Antholz vergebene Weltmeisterschaft 2020 zu werben.

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