Magdalena Neuner steht erneut auf dem Podest. Foto: Filip Singer
Magdalena Neuner steht erneut auf dem Podest. Foto: Filip Singer

Magdalena Neuner steht erneut auf dem Podest. Foto: Filip Singer

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Magdalena Neuner steht erneut auf dem Podest. Foto: Filip Singer

Nove Mesto (dpa) - Magdalena Neuner saß entspannt lächelnd in der Sieger-Box, als das große Schneetreiben einsetzte. Die Biathlon-Rekordweltmeisterin musste beim Sprint zwar wie die anderen ihrer 93 Kontrahenten widrigsten Wetterbedingungen trotzen, hatte am Ende aber noch Glück und wurde Dritte.

«Ich bin froh, dass das Rennen vorbei ist. Das war heute schon ein bisschen eine Lotterie», sagte die 24-Jährige nach dem Rennen in Nove Mesto. Trotz dreier Schießfehler ergatterte die Wallgauerin dank einer starken Laufleistung ihren neunten Podiumsplatz im elften Rennen und verteidigte damit ihr Gelbes Trikot als Weltcup-Spitzenreiterin.

Den besten Durchblick behielt die Russin Olga Saizewa, die fehlerfrei blieb und am Ende 34,5 Sekunden Vorsprung vor Neuner hatte. Platz zwei sicherte sich die Norwegerin Tora Berger mit zwei Fehlern. Damit verschaffte sich Neuner eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Sonntag.

Am Ende stand das Rennen kurz vor dem Abbruch. Als die Top-Läuferinnen bereits im Ziel waren, kam so dichtes Schneetreiben auf, dass die Sicht erheblich behindert war. «Die Bedingungen waren absolut grenzwertig. Da hätte man sich in der Jury vielleicht mal zusammen setzen müssen», sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang, während Neuner scherzhaft meinte: «Wenn es kein Wettkampf wäre, wäre es herrlich mit diesen großen Flocken, aber beim Wettkampf war es schon verrückt. Es war viel Glück dabei, man hat gesehen, dass die meisten viele Probleme hatten.»

Erhebliche Probleme hatten am Freitag den 13. auch die anderen deutschen Starterinnen, die allesamt viele Fahrkarten schossen. Andrea Henkel belegte mit vier Fehlern Rang 15 und war hinterher richtig frustriert. «Ich habe versucht, den Wind abzuwarten, aber der wurde nicht weniger», meinte die 34-Jährige. Dabei hatte sie im stehenden Anschlag extra Schießbahn 30 gewählt, in der Hoffnung sich etwas vor dem Wind zu schützen: «Aber es hat mich trotzdem ganz schön hin und her gewedelt. Das ist halt ärgerlich, da ja noch das Verfolgungsrennen dran hängt.»

Die in der Saison am Schießstand schwächelnde Miriam Gössner landete nach fünf Fehlern auf Rang 37, Tina Bachmann schoss sechsmal daneben und wurde 41. Franziska Hildebrand (6/62.) und Sabrina Buchholz (4/67.) verpassten die Qualifikation für den Verfolger. Wie tückisch der Wind war, musste auch Weltmeisterin Kaisa Mäkäräinen erfahren. Die Finnin traf im stehenden Anschlag nicht eine der fünf Scheiben und kassierte insgesamt sechs Fehler.

Zunächst sah es wettertechnisch nach einem guten Tag aus. Zunächst schien die Sonne, in der Nacht hatte es leichten Neuschnee gegeben. Doch kurz nach dem Start setzte ein heftiger Schneesturm ein. «Bei mir hat es genau pünktlich in der ersten Runde angefangen zu schneien, die Strecke war sehr stumpf», berichtete Magdalena Neuner. Während sie auf der anspruchsvollen und selektiven Strecke mit die Beste war, musste auch sie am Schießstand Federn lassen: «Liegend habe ich einfach durchgezogen. Aber stehend stand ich wie ein Fähnchen im Wind. Da hat es einige zerbröselt. Für den Verfolger heißt es, neues Rennen, neues Glück.»

Die Herren setzen ihr Wettkampfprogramm am Samstag mit dem Sprint fort. Am Sonntag stehen die abschließenden Verfolgungsrennen auf dem Programm.

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