Tora Berger (M.) gewann vor Anastasyia Kuzmina (l) und Olga Saizewa.
Tora Berger (M.) gewann vor Anastasyia Kuzmina (l) und Olga Saizewa.

Tora Berger (M.) gewann vor Anastasyia Kuzmina (l) und Olga Saizewa.

dpa

Tora Berger (M.) gewann vor Anastasyia Kuzmina (l) und Olga Saizewa.

Antholz (dpa) - Enttäuscht war Andrea Henkel nach der Windlottterie nicht, auch wenn die Biathlon-Altmeisterin ihren sechsten Podestplatz in Serie nur um 4,6 Sekunden verpasste. Nach fünf Podiumsplätzen in 13 Tagen kam die 33-Jährige beim Weltcup-Sprint in Antholz als Vierte ins Ziel.

Beim dritten Erfolg der Norwegerin Tora Berger binnen einer Woche verfehlte die Thüringerin eine noch bessere Platzierung durch zwei Fehler am Schießstand. «Das war knapp daneben, aber ich bin ja noch gut dabei», sagte sie mit einem Lächeln.

In der Gesamtweltcup-Wertung verteidigte Andrea Henkel Rang drei. Sie liegt nun nur noch 63 Punkte hinter Spitzenreiterin Kaisa Mäkäräinen aus Finnland. Magdalena Neuner dagegen gehört nach ihrem Start-Verzicht als Elfte nicht mehr zu den Top Ten. Nach Neuners erkältungsbedingter Auszeit war Tina Bachmann als Zwölfte die zweitbeste deutsche Skijägerin. Miriam Gössner kam mit drei Strafrunden noch auf Platz 17. «Keine ist durchgekommen, jede hat sich einen Klops geleistet», sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig.

«Durch den Wind war es nicht einfach am Schießstand, aber das macht es ja auch interessant. Gut ist, dass die anderen auch Fehler schießen, so dass man mit zwei Fehlern noch Vierte werden kann», sagte die sechsmalige Weltmeisterin Andrea Henkel. Die Slowakin Anastasiya Kuzmina und die Russin Olga Saizewa auf den Plätzen zwei und drei waren im Gegensatz zu Berger ebenfalls nicht fehlerfrei geblieben. «Jetzt will ich auch Weltmeisterin werden», sagte Tora Berger, Olympiasiegerin im Einzel, nach ihrem zehnten Weltcup-Sieg.

Unterdessen deutet sich eine Rückkehr von Magdalena Neuner ins deutsche Team an. «Magdalena geht es wieder deutlich besser. Sie hat leicht trainiert, wird am Samstag noch einmal trainieren, und dann werden wir eine definitive Entscheidung treffen», sagte Hönig. Die Doppel-Olympiasiegerin will im abschließenden Massenstart am Sonntag wieder dabei sein. In der Damen-Staffel am Tag zuvor wird sie nicht eingesetzt.

Bei den Männern steht die Staffel in der Südtirol-Arena erst am 23. Januar auf dem Programm. Im Massenstart am Tag zuvor hofft der momentan stark auftrumpfende dreimalige Olympiasieger Michael Greis auf den ersten Weltcup-Sieg seit zwei Jahren.

Bis zur Startnummer 19, als Anastasyia Kuzmina im Ziel war, hielt die Bestzeit von Andrea Henkel. 11,9 Sekunden war die Slowakin, die genau wie Saizewa nur einmal in die Strafrunde musste, schneller. Die fehlerfrei schießende Tora Berger war sogar 41 Sekunden schneller. Dabei war Andrea Henkel mit der schnellsten Laufzeit unterwegs.

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