Sieger
Der Schwede Björn Ferry sicherte sich den Tagessieg.

Der Schwede Björn Ferry sicherte sich den Tagessieg.

Der Norweger Tarjei Boe übernahm die Führung im Gesamtweltcup.

Greis erwieß sich als sicherer Schütze.

Michael Greis leistete sich keinen Fehler beim Schießen.

Das Podium: Michael Greis (l-r), Björn Ferry und Tarjei Boe.

Michael Greis sprintet in Slowenien aufs Podest

dpa, Bild 1 von 6

Der Schwede Björn Ferry sicherte sich den Tagessieg.

Pokljuka/Slowenien (dpa) - Michael Greis kann es doch noch. Als Dritter im Sprintrennen von Pokljuka hat der Altmeister aus dem Allgäu den deutschen Biathleten den ersten Podestplatz in diesem Weltcup-Winter erkämpft.

«Dabei habe ich mich gar nicht so gut gefühlt», sagte der dreimalige Olympiasieger von 2006. Greis musste sich nur dem Schweden Björn Ferry und dem Norweger Tarjei Boe geschlagen geben.

Für den zwölften Weltcup-Sieg in einem Einzelrennen fehlten dem am Schießstand fehlerfrei gebliebenen Greis nur 8,7 Sekunden. Der Schwede Ferry traf ebenfalls alle zehn Scheiben und benötigte 27:25,9 Minuten für die 10 Kilometer. «Es war für uns das Aha- Erlebnis - er ist mit einer tadellosen Leistung auf das Podest geklettert», sagte Bundestrainer Mark Kirchner. Andreas Birnbacher wurde nach einem Schießfehler mit einem Rückstand von 1:03,1 Minuten auf Sieger Björn Ferry aus Schweden starker Zwölfter.

Den Grundstein zum Erfolg legte der läuferisch erneut starke Greis beim Schießen. «Zuletzt war ich immer aggressiv am Schießstand, heute habe ich gewusst, ich muss treffen. Das Schießergebnis war Grundlage.» Vor dem letzten Schuss ließ er sich Zeit, baute seinen Anschlag neu auf und traf ins Schwarze.

Die Führung im Gesamtweltcup übernahm Senkrechtstarter Boe. «Letzte Woche habe ich meine ersten Weltcup-Siege geholt und jetzt habe ich auch wieder einen Top-Platz geschafft», sagte der Jungstar, der seinen dritten Weltcup-Sieg durch einen Schießfehler vergab. Das Erfolgsrezept der in dieser Saison überragenden Norweger verriet er auch. «Vielleicht haben es die anderen nach Olympia etwas ruhiger angehen lassen. Aber wir Norweger arbeiten immer hart.»

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