Fauxpas
Florian Graf unterlief ein lebensgefährlicher Fehler. Foto: Martin Schutt

Florian Graf unterlief ein lebensgefährlicher Fehler. Foto: Martin Schutt

dpa

Florian Graf unterlief ein lebensgefährlicher Fehler. Foto: Martin Schutt

Oberhof (dpa) - Nach seinem Fauxpas am Biathlon-Schießstand und der folgerichtigen Disqualifikation musste Florian Graf erst einmal mit sich selbst ins Reine kommen. «Etwas später als sonst», schrieb er den Fans auf seiner Internetseite nach dem Sprint im Oberhofer Schmuddelwetter.

«Selbstverständlich wollte ich weder mich noch andere in Gefahr bringen. Ganz klar mein Fehler! Es tut mir einfach nur leid, sorry!», zeigte sich der Zollhauptwachtmeister einsichtig. Beim Stehendschießen hatte Graf sein Gewehr am Schaft in die Hand genommen und in den Lauf gepustet. Für diese Aktion wurde er nach Platz 30 im Sprint den Regeln entsprechend disqualifiziert. «Durch die Witterungsumstände hatte ich im Stehendschießen einen Wassertropfen im Ringkorn», erklärte der 24-Jährige seine lebensgefährliche Aktion. «Und genau ab da habe ich einfach falsch reagiert und so etwas wie einen Blackout in meinen Abläufen gehabt.»

«Wenn man weg von den Scheiben auf irgendeinen Körper zielt, ist es eine definitive Disqualifikation», sagte ZDF-Experte Sven Fischer. Die Jury zeigte nach einer Anhörung die Rote Karte, da Graf bei der Harakiri-Aktion das Gewehr nicht entladen hatte. Da nutzte es auch nichts, dass der Finger nicht am Abzug war.

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