Die Finnin Kaisa Mäkäräinen bleibt nach ihrem Doppelsieg in Ruhpolding im Biathlon-Weltcup. Foto: Matthias Balk
Die Finnin Kaisa Mäkäräinen bleibt nach ihrem Doppelsieg in Ruhpolding im Biathlon-Weltcup. Foto: Matthias Balk

Die Finnin Kaisa Mäkäräinen bleibt nach ihrem Doppelsieg in Ruhpolding im Biathlon-Weltcup. Foto: Matthias Balk

dpa

Die Finnin Kaisa Mäkäräinen bleibt nach ihrem Doppelsieg in Ruhpolding im Biathlon-Weltcup. Foto: Matthias Balk

Ruhpolding (dpa) - Kaisa Mäkäräinen macht erst einmal als Biathletin weiter. Leicht gemacht hat sich die Finnin die Entscheidung nach ihrem Doppelsieg in Ruhpolding nicht, hatte die 34-Jährige doch mit einem Start bei der Langlauf-Weltmeisterschaft in ihrer Heimat geliebäugelt.

Dafür hätte sie beim Langlauf-Weltcup in Ulricehamn/Schweden die Norm für die Titelkämpfe vom 22. Februar bis 5. März erfüllen müssen. Doch die 34-Jährige legt das Gewehr nicht zur Seite. «Meine Reise geht weiter nach Antholz, Italien», teilte sie nun mit. «Die Entscheidung ist ganz logisch und verständlich», sagte Finnlands Langlauf-Chefcoach Reijo Jylhä.

Im Frühjahr hatte die Lehramtsstudentin für Physik und Mathematik noch angekündigt, bei dem Langlauf-Spektakel in Lahti unmittelbar nach der Biathlon-WM in Hochfilzen (8. bis 19. Februar) dabei sein zu wollen. Schließlich ist die WM dem 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Finnlands gewidmet. Und die Teilnahme bedeute ihr viel.

«Ich will ich um einen Platz im Team kämpfen», kündigte sie an. Möglich sei, dass sie danach ihre Karriere beendet. «Wenn ich mit Biathlon nicht mehr glücklich bin, höre ich auf, ansonsten mache ich weiter bis zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang.»

Momentan ist Mäkäräinen so gut wie wohl noch nie als Skijägerin unterwegs. Überlegen holte sie sich am Wochenende in Ruhpolding in Sprint und Verfolgung ihre Weltcupsiege 20 und 21. Und während Weltcup-Spitzenreiterin Gabriela Koukalova aus Tschechien und die in der Gesamtwertung Drittplatzierte Laura Dahlmeier zunehmend genervt auf Fragen nach dem prestigeträchtigen Leibchen der Spitzenreiterin reagieren, hat die Gesamtzweite Mäkäräinen klargestellt: «Ja, das Gelbe Trikot ist wichtig für mich.»

Auch wenn Mäkäräinen nun weiter als Skijägerin unterwegs ist, kann sie auf einen Langlauf-Start hoffen. «Die Tür ist nicht zu», sagte Jylhä. Falls es Verletzungen im Team gebe, könne Mäkäräinen zu einer Alternative werden. «Man muss bedenken, dass Kaisa die ganze Zeit ein reiner Bonus gewesen ist», sagte der Coach im finnischen Rundfunk. Um an der Langlauf-WM teilnehmen zu dürfen, benötigt man lediglich FIS-Punkte. Die könnte sich die Biathletin irgendwann im Vorfeld der WM bei einem kleinen internationalen Rennen holen.

Mäkäräinen ist die erste finnische Biathlon-Weltmeisterin. 2011 gewann sie in Chanty-Mansijsk - nach Platz zwei im Sprint hinter Magdalena Neuner - die Verfolgung. Es ist ihr bis heute einziger WM-Titel. Sie ist zudem die erste Finnin, die den Gesamtweltcup gewann - und in ihrer Heimat ein Star. Daran ist sie bei der Heim-WM in Kontiolathi vor zwei Jahren beinahe zerbrochen: Bronze im Einzel war ihre einzige Medaille.

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