Erik Lesser freut sich auf den Weltcup in Oberhof. Foto: Martin Schutt
Erik Lesser freut sich auf den Weltcup in Oberhof. Foto: Martin Schutt

Erik Lesser freut sich auf den Weltcup in Oberhof. Foto: Martin Schutt

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Erik Lesser freut sich auf den Weltcup in Oberhof. Foto: Martin Schutt

Oberhof (dpa) - Die Auswirkungen von Sturmtief «Axel» bekamen auch Simon Schempp & Co zu spüren. Beim Abschlusstraining zum ersten Rennen beim Heim-Weltcup in Oberhof hatten die Skijäger wie so oft in der thüringischen Biathlon-Hochburg keine Sonne - dafür stürmische Böen und Schneefall.

«Es schon teils ganz schön stürmisch. Aber morgen soll es besser werden», sagte Deutschlands Nummer eins Schempp mit Blick auf den Sprint am Donnerstag (14.15 Uhr).

Der 28-Jährige will im ersten Weltcup des Jahres und dem ersten des Deutschlands-Doppels mit Oberhof und Ruhpolding in der kommenden Woche seine ansteigende Form vom Jahresende 2016 bestätigen und Seriensieger Martin Fourcade aufs Neue herausfordern. Beim letzten Rennen im Dezember war er in Nove Mesto im Massenstart hinter dem Franzosen Zweiter geworden. «Ich werde an den Sachen gemessen, die ich schon erreicht habe, und da will ich ja auch wieder hin», sagte der zehnmalige Weltcupsieger, der nach gesundheitlichen Problemen nur schleppend in den Winter gestartet war.

Über die Weihnachtspause kam er, anders als seine Freundin Franziska Preuß (sie fehlt vorerst wegen eines grippalen Infekts), gesund. «Ich konnte gut trainieren und fühle mich gut. Ich will wieder angreifen», bemerkte der zehnmalige Weltcupsieger.

Neue Kraft dürfte ihm auch sein Sieg zusammen mit Vanessa Hinz zum Jahresausklang beim Biathlon-Spektakel auf Schalke gegeben haben. «Das war ohne Frage eine der besten Leistungen der vergangenen Jahre. Das dürfte Simon Mut und Selbstvertrauen geben», sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner.

Aber da ist ja noch Fourcade. Der fünfmalige Weltcupgesamtsieger gewann bisher sieben der acht Einzelrennen, davon die letzten fünf in Serie. Zudem wurde der Franzose einmal Dritter, stand also in jedem Rennen auf dem Podest. An Oberhof hat Fourcade gute Erinnerungen: 2015 gewann der Ausnahmekönner beide Einzelrennen. «Simon ist bereit, ihn mal wieder richtig zu ärgern. Aber wir sind nicht die Einzigen, die ihn schlagen wollen», sagte Kirchner.

Nicht nur Fourcade freut sich nach der Zwangspause im Vorjahr auf die Rückkehr nach Oberhof. «Ich erwarte einen Hexenkessel und Oberhof ist in jedem Fall ein weltcupwürdiger Ort», sagte auch Erik Lesser, der bei den drei Einzelrennen den Sprung unter die Top 15 anpeilt.

Nachdem der Weltcup in der Vorsaison mangels Schnee abgesagt werden musste und dies für massive finanzielle Verluste sorgte, haben die Organisatoren diesmal rechtzeitig mit der Schneeproduktion begonnen. In den vergangenen Wochen wurde so viel Kunstschnee wie niemals zuvor produziert, die Strecken sind auch dank der mehr als 500 Helfer bestens präpariert. Doch Sturmtief «Axel» stellt die Organisatoren vor neue Herausforderungen: Über Nacht fielen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, den man nicht wirklich gebrauchen kann. Zudem müssen freiwillige Helfer die stark verschneiten Tribünen frei räumen.

Die Damen müssen in Oberhof auf ihre Nummer eins Laura Dahlmeier verzichten. Die Verfolgungs-Weltmeisterin lässt fünf Wochen vor dem WM-Start aus trainingstaktischen Gründen die ersten beiden Rennen aus und wird nur im Massenstart am Sonntag dabei sein. Und riskiert damit den Verlust des Gelben Trikots als Weltcup-Gesamtführende. Damit ruhen die deutschen Hoffnungen am Freitag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) vor allem auf Franziska Hildebrand.

Mit Spannung erwartet wird die Rückkehr von Darja Domratschewa. Die dreimalige Olympiasiegerin aus Weißrussland, die im Sommer Norwegens Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen geheiratet und am 1. Oktober die gemeinsame Tochter Xenia zur Welt gebracht hatte, gibt ihr Comeback. Beim letzten Weltcup 2015 in Oberhof gewann Domratschewa im Massenstart, ehe sie wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers die gesamte letzte Saison ausließ und dann schwanger wurde.

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