Nur Durchschnitt
Bei den Männern belegte Andreas Birnbacher als bester DSV-Athlet Platz elf.

Bei den Männern belegte Andreas Birnbacher als bester DSV-Athlet Platz elf.

dpa

Bei den Männern belegte Andreas Birnbacher als bester DSV-Athlet Platz elf.

Pokljuka (dpa) - Nach einem Fehlerfestival am Schießstand haben die deutschen Biathleten beim Weltcup im slowenischen Pokljuka die Podestplätze deutlich verpasst.

Bei den Frauen kam Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner nach vier Fehlschüssen als beste Deutsche auf Rang acht. Bei den Männern, die nach wie vor auf den ersten Podestplatz im WM-Winter warten, belegte Andreas Birnbacher als bester DSV-Athlet Platz elf. Die Siege bei jeweils schwierigen Wind-Bedingungen sicherten sich in den Einzelrennen der Österreicher Daniel Mesotitsch und die Norwegerin Tora Berger.

«Ich bin nur teilweise zufrieden. In der Loipe lief es wieder sehr gut, aber am Schießstand hätte es schon der eine oder andere Fehler weniger sein können», sagte Neuner. Die Wallgauerin schob die insgesamt 26 Fahrkarten der sechs deutschen Starterinnen auch auf die hohe Erwartungshaltung. «Ich denke, auf keiner Mannschaft lastet so ein großer Druck wie auf der deutschen. Das geht einem dann schon durch den Kopf, wenn es am Schießstand wieder einmal nicht so gut gelaufen ist», sagte die 23-Jährige.

Disziplin-Trainer Gerald Hönig wollte dies aber nicht als Grund für das enttäuschende Abschneiden gelten lassen. «Es gab nur wenige Lichtblicke. Ich denke, wir müssen mit den Mädels auch einmal über das Thema Konzentration am Schießstand reden», sagte Hönig.

Hinter Neuner war Andrea Henkel als Zwölfte zweitbeste Deutsche. «Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, war irgendwie schlapp», sagte die 33-Jährige. Kathrin Hitzer (29. Platz/3 Schießfehler), Tina Bachmann (30./5), Miriam Gössner (53./7) und Juliane Döll (54./4) verpassten bessere Platzierungen ebenfalls durch zu viele Fehler am Schießstand.

Vor den Frauen hatten bereits die Männer zum Auftakt des dritten Weltcups enttäuscht. Bei wechselnden Winden fanden die deutschen Biathleten keinen Rhythmus, waren damit aber in bester Gesellschaft. Auch die in diesem Winter bislang überragenden Norweger schossen eine Fahrkarte nach der anderen und konnten ihre Dominanz so nicht fortsetzen.

Stattdessen feierte der Österreicher Mesotitsch völlig überraschend seinen dritten Weltcup-Sieg. Der 34-Jährige hatte im Ziel nach 20 Kilometern 58,4 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Benjamin Weger. Den dritten Platz belegte der Ukrainer Sergej Sednew (1:21,2 Minuten). «Es ist natürlich schön, wieder bester Deutscher zu sein, das Ergebnis hätte aber schon ein bisschen besser ausfallen können», sagte der elftplatzierte Birnbacher.

Die norwegische Schmach bei den Männern machte Tora Berger bei den Frauen wett. Die 29-Jährige siegte nach 15 Kilometern mit 1,8 Sekunden Vorsprung auf die finnische Gesamtweltcup-Führende Kaisa Mäkäräinen. Rang drei ging an die Französin Marie Laure Brunet (+35,3). Nach einem freien Tag stehen am 18. Dezember die Sprintrennen auf dem Programm.

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